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Wovenhand – The Laughing Stalk
Wovenhand – The Laughing Stalk

Wovenhand – The Laughing Stalk

6.0

Genre: ,
Label: Glitterhouse

Erstellt am: 14.06.2013
Autor:
Erstellt am: 14.06.2013   Autor:

Neuerscheinungen

Rootsrock

Sich an dem zu messen, was 16 Horsepower vorgelegt haben, dürfte mit “The Laughing Stalk” schwerer als bisher werden. Nicht, weil Wovenhand im Vergleich dazu so viel schlechter geworden sind, sondern so viel ähnlicher.

Das ist aber auch unfair: Das letzte Mal, als der Autor dieser Zeilen mit David E. Edwards Musik in Berührung geraten ist, war beim Besprechen des fabelhaften Best-Ofs seiner Ex-Band 16 Horsepower. Nicht, dass man von ihm in Form von Wovenhand viel weniger erwarten dürfte, seinen vermutlich besten Song “Blue Pail Fever” hat er ja auch unter diesem Banner eingespielt, aber auf “The Laughing Stock” präsentieren sich Wovenhand nicht mehr als dürre Countryfolker sondern werfen ihr Lasso in Richtung des einst verloren gegangenen Psych-Rocks. Damit klingt die Band kräftiger, breiter aufgestellt und vor allem: wie eine echte Band. Das alles hätte perfekt funktionieren können, aber es scheinen nicht nur etwas schwächere Songs den Weg auf dieses Album gefunden zu haben, auch die atemberaubende Dramatik und Endzeitstimmung sucht man leider in weiten Teilen vergeblich.

Allein Edwards bebende Outlaw-Stimme ist weiterhin ein Ohr wert, aber ein zweites “Cinder Alley” ist auf “The Laughing Stalk” nicht zu finden. Vielmehr bewegen sich Wovenhand nach dem vernünftigen Einstand “Long Horn” zielloser als zuvor durch die Steppen des “vast country”, werden von den Indianern in “King O King” dazu angestachelt, den Lautstärkeregler noch mal höher zu fahren, um sich danach langsam von hinten an das bedrohliche “Closer” zu schleichen. Danach aber scheint die Glück verheißende Fährte verloren zu sein, und die Texaner verlieren sich in anspruchsvollen aber wenig memorablen Soundgemälden. Fans der Band und von Edwards werden sich über den neuen Sound wundern oder freuen, “The Laughing Stalk” ist definitiv aber anspruchsvollere und weniger fokussierte Musik als viele seiner Vorgänger.

Seit 7. September 2012 im Handel.

Anspieltipps:
> King O King
> Closer

Diskographie:
> Wovenhand (2002)
> Blush Music (2002)
> Consider The Birds (2004)
> Mosaic (2006)
> Ten Stones (2008) 
> The Threshingfloor (2010)
> Black Of The Ink (2011)
> Live At Roepaen (2012)
> The Laughing Stalk (2012)

Ähnliche Künstler:
> 16 Horsepower
> Lilium
> Madrugada
> US Christmas
> Songs: Ohia