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Trentemøller – Live In Concert EP – Roskilde Festival 2007
Trentemøller – Live In Concert EP – Roskilde Festival 2007

Trentemøller – Live In Concert EP – Roskilde Festival 2007

8.0

Genre: ,
Label: Poker Flat Records

Erstellt am: 24.10.2008
Autor:
Erstellt am: 24.10.2008   Autor:

Neuerscheinungen

Lang anhaltende Konzertfreuden

Unser Review von Trentemøllers Debüt-Album „The Last Resort“ im 2006 begann noch mit dem Satz „Was darf man von einem Album des dänischen Remixers Anders Trentemøller erwarten?“ Dieses Review hier könnte man mit der Frage nach den Erwartungen an ein Live-Album des Dänen Anders Trentemøller beginnen.

Das ’06er Review zog dann Vergleiche zu Radiohead, Massive Attack und sogar Mogwai heran – Überraschungen eigentlich, da die vorgängigen Veröffentlichungen, vor allem die Remixes, sich eigentlich vor allem auf den Dancefloor bezogen. Die vorliegende Live-EP besteht nun aus vier Live-Tracks und drei Remixes. Auffallend ist die Auswahl der Live-Tracks auf dem Album: Alle vier sind eigentlich sehr ruhig. „Take Me Into Your Skin“ dreht zwar gegen Schluss auf, kann aber im Grossen und Ganzen nicht als tanzbar bezeichnet werden. „Snowflake“ ist mitunter gar einer der ruhigsten Tracks von „The Last Resort“. Erst mit „Into The Trees“ kann man sich vorstellen, dass die Konzertbesucher sich richtig zum Beat bewegen konnten, nur um mit dem vierten Track „Miss You“ wieder gebremst zu werden.Hört man genau hin, dann zeigt sich, dass es den Zuhörern wohl sehr gut gefallen hat: Der grosszügig beigemischte Geräuschpegel der Zuschauer des Konzertes in Roskilde klingt nach einer begeisterten Masse, welche scheinbar jede Bewegung ihres Landsgenossen feiert. An den Sounds wurde für die Liveversionen nur minim geschraubt. Es ist tatsächlich so, dass die grösste Veränderung der Liveversion vom ersten Track „Take Me Into Your Skin“ im Vergleich zu dessen Albumversion der beigemischte Applaus ist. Bei „Snowflake“ gibts noch ein wenig zusätzlichen Gitarrensound – dies ist scheinbar die Band, welche Anders Trentemøller bei seinen Konzerten begleitete. Auch das Schlagzeug beginnt hier durchzuschimmern, welches dann bei „Into The Trees“ die ganze Zeit durchhämmert.Track fünf bis sieben auf der EP sind Remixes, namentlich „Moan (Mikael Simpson Version)“, „Vamp (Kasper Bjørke Remix)“ und „Miss You (Gluteus Maximus Remix Extended Version)“, wobei der Moan-Remix in Richtung Télépopmusik weist: Vom originalen, düsteren elektro-Teppich ist nicht mehr viel vorhanden, dafür gibt es schönen Gesang von Ane Trolle. Der Remix von „Vamp“ ist dann sehr clubmässig und aufpoliert mit allen möglichen Sounds. Und wo „Moan“ entmystifiziert wurde, wurde „Miss You“ in der Version von „Gluteus Maximus“ wieder mystifiziert und eher verdüstert.
Diese Live-EP nun zu bewerten ist schwierig, da die einen sagen werden, dass das Album wegen den drei Remixes und dem bisschen Live-Sound das Geld nicht wert sei. Andere wiederum werden argumentieren, dass genau das die Tracks zu Leben erweckt. Der Verfasser dieser Zeilen hier stellt sich genau auf den zweiten Standpunkt, denn der Spass, den die Konzertzuschauer 2007 am Roskilde-Festival gehabt haben, kann man bis heute aus der heimischen Stereoanlage hören.

Seit 24. Oktober 2008 im Handel.
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Diskographie:
> Trentemøller EP (2003)
> The Last Resort (2006)

> The Trentemøller Chronicles (2007)
> Live In Concert EP – Roskilde Festival 2007 (2008)

Ähnliche Künstler:
> Nathan Fake
> Lawrence

 

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