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The Wombats – A Guide To Love, Loss & Desperation
The Wombats – A Guide To Love, Loss & Desperation

The Wombats – A Guide To Love, Loss & Desperation

9.0

Genre: ,
Label: 14thFloorrecords

Erstellt am: 23.11.2007
Autor:
Erstellt am: 23.11.2007   Autor:

Neuerscheinungen

Achtung, fertig, Hype!

Die Engländer zeigen der ganzen Welt mal wieder, wo die trockensten, tanzbarsten und eingängigsten Musikperlen gezüchtet werden.

Eddie Argos wollte damals nach L.A. auswandern, weil ’there’s not much glam about the english weather’, und um mit Morrissey ein bisschen Hennessey zu trinken. Wir erinnern uns freudig. Drei australische Beuteltiere aus Liverpool bzw. die Wombats wollen nun wegen Schlafproblemen nach New York auswandern. Auch gut. Hauptsache, die Engländer schaffen es weiterhin mit ihrer grauenhaft eingängigen und genauso komischen Art und Weise, die Tanzflächen dieser Welt zum Kochen zu bringen. Die Wombats führen die mittlerweile beinahe traditionsträchtige ’The’-Bands Reihe weiter und geben gleich noch eine Portion Frechheit, Wortwitz und Schnöselhaftigkeit obendrauf.’A Guide To Love, Loss & Desperation’ beginnt in bester Futureheads- oder Hot Club de Paris-Manier mit einem kurzen Acapella-Kunststück. Singen können sie also. Kurz darauf haut einem schon die erste Zeile von ’Kill The Director’ gehörig vom Hocker: ’I’ve met someone who makes me feel seasick…’, dazu ein staubtrockener Beat sowie ein spannendes Gitarre-Bass-Duell, welches sofort und gnadenlos in die Knie geht. Spielen können sie also auch. Und tatsächlich ziehen die Wombats diese an sich bereits bekannte feine englische Art das ganze Album durch. Ein Tanzbrüller folgt dem nächsten, die Basslinien zaubern ein dämliches Dauergrinsen in dein Gesicht, der Off-Beat lässt deinen Beinen keine Ruhe, die Gitarre schwirrt, surrt, zappelt und knallt teilweise kreuz und quer durch dein Zimmer (bzw. dein Tanzlokal), und die Melodien fressen sich wie Holzwürmer in dein Gehirn. Dazu die unterhaltsamen Texte, die kindischen uhuhuhuh-Backing-Vocals und der sympathische Liverpooler-Akzent. Was will man mehr? Und hier fühle ich mich beinahe gezwungen, eine ganze Strophe aus dem wohl deftigsten Partystück des Albums bzw. des Jahres ’Let’s Dance To Joy Division’ zu zitieren: ’Let’s dance to Joy Division and celebrate the irony, everything is going wrong but we’re so happy….so if you’re ever feeling down, grab your person take a taxi to the darkest side of town, that’s where we’ll be – and we will wait for you and lead you through the dancefloor up to the DJ boost – you know what to ask for, you know what to ask for – go ask for Joy Divison…’. Ja, die Platte macht ganz schwer Spass. Logisch wird sie mir spätestens in zwei Wochen verleidet sein, doch so ergeht es eigentlich allen Platten dieses Genres. Bitte reinhören!

Seit 16. November 2007 im Handel.