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The Whitefield Brothers – In The Raw
The Whitefield Brothers – In The Raw

The Whitefield Brothers – In The Raw

8.0

Genre: ,
Label: Now Again Records

Erstellt am: 06.03.2009
Autor:
Erstellt am: 06.03.2009   Autor:

Neuerscheinungen

Ehrenrunde

Now Again spendieren dem Funk-Glanzstück “In The Raw“ einen Rerelease in neuem Sound. Mit Recht.
In den späten 90er-Jahren nimmt die Geschichte von “In The Raw“ ihren Anfang. Jan (Gitarre) und Max Weissenfeldt (Drums) verliessen München, um in New York ihr Debütalbum einzuspielen. Ihr Debütalbum als Whitefield Brothers, wohlverstanden, bereits zuvor belebten sie mit den Poets Of Rhythm den deepen, rauen Funk der 60er-Jahre neu. Gemeinsam mit Musikern, die später Funk-Acts wie das Antibalas Afrobeat Orchestra oder die Dap-Kings ins Leben rufen sollten, nahmen die beiden Brüder ihr neues Album auf “In The Raw“ wurde in limitierter Auflage vertrieben – und bald schon zum begehrten Sammlerstück. Warum, zeigt diese verdiente Neuauflage mit drei zusätzlichen Tracks schnell auf.
Die Whitefield Bros fahren schwere Geschütze auf: Haarscharfe Breaks und Afro-Rhythmen-Gepolter, psychedelische Orgel und rumpelnder Bass, mitreissende Gitarren-Riffs, hitzige wie erfrischende Holz- und Blechbläser und karibischer Voodoo-Zauber – mit all dem und einem Übermass an Spielfreude und -können fackeln die Funkateers ein Feuerwerk sondergleichen ab. Die eigentlichen Höhepunkte auf “In The Raw“ sind aber die zugedröhnten, psychedelischen Nummern, die trotz gelassenem und langsamem Tempo ein Grösstmass an Groove erzeugen: Der Orgelsound in “Prowlin’“, das mit seinem dubbigem Bass und rumpelnden Shuffle-Drums eigentlich nie enden sollte, fährt hinterhältig ins Tanzbein. Bis auf eine Ausnahme sind die zwölf Titel rein instrumental gehalten: Im donnernden „Weiya (Serengeti Beat)“ erklingen feierliche afrikanische Gesänge.
Ein rauer und ungeschliffener Diamant, der, obwohl die Drahtzieher hier Deutsche sind, klar afrikanischen Ursprungs ist. Für Funk-Fans Pflichtprogramm.

Seit  3. März 2009 im Handel.

Anspieltipps:
> Rampage
> Weiya (Serengeti Beat)
> Prowlin‘
> Sol Walk

Diskographie:
> In The Raw (2002/2009)

Ähnliche Künstler:
> Breakestra
> Poets Of Rhyhtm
> Sugarman Three
> The Mighty Imperials
> Calypso King & the Soul Investigators
> The Diplomats of Solid Sound
> Galactic

> Antibalas Afrobeat Orchestra

Inspiration
> The Meters
> Fela Kuti