Exit Music
The Phoenix Foundation – Buffalo
The Phoenix Foundation – Buffalo

The Phoenix Foundation – Buffalo

8.0

Genre: ,
Label: Pias

Erstellt am: 14.03.2011
Autor:
Erstellt am: 14.03.2011   Autor:

Neuerscheinungen

Frühlingsgefühl

MacGiver arbeitet für die Phoenix Foundation. Ich bezweifle, dass da gross ein Zusammenhang zwischen der Fernsehserie und der Band besteht. Wobei: Sowohl MacGiver, als auch die Musik von The Phoenix Foundation haben etwas Friedliebendes an sich …und sind einfallsreich?

Der sphärische Opener „Eventually“ erinnert an Pink Floyd: Synthies, warme Gitarre und die diffuse Stimme Samuel Scotts, verdoppelt und zerfleddert. Durch das ganze Album strömt die Essenz einer vergangener Zeit, Hippies am Lagerfeuer, Strandspaziergänge, Sonnenuntergang. Friede, Freude, Eierkuchen. The Phoenix Foundation ist eine sechsköpfige neuseeländische Band die es seit 1997 gibt. In Neuseeland sind sie schon ein Zeitchen bekannt, in unserem Gegenden kennt man sie vor allem seit ihrem dritten Album „Happy Ending“ und vielleicht auch durch ihr musikalisches Mitwirken an den beiden neuseeländischen Filmen „Boy“ und „Eagle vs. Shark“. Nun ist ihre vierte Platte auch bei uns erschienen, wo sie doch bei ihnen zuhause schon im April 2010 zu finden war und von allen Seiten hochgelobt wurde.

Und dies zu recht. „Buffalo“ fliesst, trommelt und nimmt den Hörer mit auf eine Reise. Mit mehrschichtigen Gitarrenakkorden und mehrstimmigen Gesängen scheinen sie sachte den Frühling einzuläuten und beherrschen ihr Handwerk meisterlich. Zum Teil ist ihre Musik zwar etwas schüchtern, sie klopfen nur leise an die Tür, wenn man aber öffnet, findet man sich mit einem strahlenden Lächeln wieder. „Flock of Hearts“ kommt klassisch daher, eine allerliebste Ballade mit Gitarre und Schlagzeug. Glöckchen und ein kurzes E-Gitarrensolo gesellen sich beim Refrain dazu. „Bitte Bitte“ ist eine kleine Ode an Berlin Mitte, „Orange & Mango“ verliert sich am Ende des verspielten Stücks in einem Trip aus wiederholten Klängen und „Golden Ship“ beendet das Album sanft mit den Worten „It’s time to go“.

Aber so ganz neu ist die Musik von „Buffalo“ nicht, man hört wie schon erwähnt sowohl verschiedene psychedelisch anmutende Bands aus den Sechzigern, als auch modernere Klänge wie von den Fleet Foxes, den Shins oder Lawrence Arabia heraus, auf „Bailey’s Beach“ kann man sogar einen deutlichen Flair von The Good, The Bad and The Queen finden. Aber das Album ist harmonisch und verpasst dem Hörer ein melancholisches Glücksgefühl, dass nicht unangenehm ist.

Seit  21. Januar 2011 im Handel.

Anspieltipps:
> Orange & Mango
> Wonton

Diskographie:
> Horsepower (2003)
> Pegasus (2005)
> Happy Ending (2007)
> Buffalo (2011)

Ähnliche Künstler:
> Lawrence Arabia
> Fleet Foxes
> Belle and Sebastian
> The Shins