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Silversun Pickups – Swoon
Silversun Pickups – Swoon

Silversun Pickups – Swoon

7.0

Genre: ,
Label: Warner

Erstellt am: 01.05.2009
Autor:
Erstellt am: 01.05.2009   Autor:

Neuerscheinungen

Keine Geheimnisse

Herz, was willst du mehr? So unstillbar das Verlangen, so reichhaltig ist das Angebot von „Swoon“. Es ist kein Schritt aus dem Schatten der üblichen Verdächtigen. Es ist dessen neuer Anstrich.

„There’s No Secrets This Year“. Den Silversun Pickups sind die Vergleiche mit den Pumpkins nicht nur bekannt, sondern der Opener klingt so offensichtlich nach deren Phase auf „Siamese Dreams“, dass es schon fast Absicht sein muss. Vor allem da die Kalifornier mit „The Royal We“ alles gleich wieder ins rechte Licht rücken. Canvas war ein erst unscheinbares, dann aber ein umso überzeugenderes Debüt, das mehr Beachtung verdient hätte als unermüdliche Vergleiche mit den 90ern. Dass es aber zu spät gezündet hat, könnte in Hinblick auf „Swoon“ ein Segen gewesen sein. Die Melodien sprudeln nur so raus aus den Gitarren, die feminine Stimme von Brian Aubert bettet sich darin ein. Bass und Schlagzeug ziehen den Karren von einem Hit in den anderen – und nur selten steckt dieser für einen kurzen Moment fest. „Growing Old Is Getting Old“ kommt immer näher, das bereits erwähnte „The Royal We“ endet mit einem wahrlich königlichen Schlusspart. Das Duett „It’s Nice To Know You Work Alone“ arbeitet sich unaufgeregt zum grossen Refrain, auf den auch das folgende Highlight „Panic Switch“ mit seiner ungeduldig drängenden Strophe hinausläuft. Und das war erst die Hälfte von „Swoon“. Keine Zeit zum Verschnaufen. Keine Pausen. Die Silversun Pickups zaubern alles aus dem Hut, was man von ihnen als Band erwarten kann.

Natürlich werden einige diese Musik weiterhin als unnötigen Rückschritt in das vergangene Jahrzehnt zerreden. Im durch und durch radiotauglichen „Sort Of“ werden sie ihren ärgsten Feind entdecken, in der Nähe zu den Pumpkins ihre Bestätigung finden und im Argument, dass die Welt eine solche Band nicht braucht, ihr Todesurteil. Dass sie es aber bereits zum zweiten Mal geschafft hat, mit der höchstmöglich unverkrampften Art ein Album voller Hits zu schreiben, macht sie nicht zur wichtigsten Band des Planeten, aber sicherlich zu einer der interessantesten Geheimtipps im Topf, der mit Indie angeschrieben ist.

Seit  14. April 2009 im Handel.

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label

Anspieltipps:
> Panic Switch
> Catch and Release
> The Royal We

Diskographie:
> Canvas (2006)
> Swoon (2009)

Ähnliche Künstler:
> The Smashing Pumpkins
> Ash
> Blackmail
> Mew
> Blonde Redhead