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Maxïmo Park – Missing Songs (2005)
Maxïmo Park – Missing Songs (2005)

Maxïmo Park – Missing Songs (2005)

8.5

Genre: ,
Label: Warp Records

Erstellt am: 18.01.2006
Autor:
Erstellt am: 18.01.2006   Autor:

Neuerscheinungen

Maximum Park

Die Schnöselband schlechthin hat ein halbes Jahr nach “A certain trigger“ nur so nebenbei ein Album voller B-Seiten veröffentlicht, das gar nicht so B-seitig klingt, sondern dem Debut löcki das Wasser reichen kann.
Gleich das Zückerchen zu beginn: “Missing Songs“ enthält Original Demo-Versionen von “Apply some pressure“, “Graffiti“ und “Once, a glimpse“, welche in dermassen knattriger, klimpriger, hämmernder und billig produzierter Art und Weise daherkommen, dass man sie einfach niedlich finden muss. Sonst hört man vor allem Maxïmo Park in Reinform. Und zwar genau so wie man sie im Verlauf des letzten Jahres kennen und lieben gelernt hat; flüssige, in brillantem Englisch gesungene, vor Spielfreude strotzende, süss-kindische Melodien mit ordentlichem Nostalgiefaktor. Zwischenzeitlich frag ich mich, warum es einige hier enthaltene Stücke nicht auf “A certain trigger“ geschafft haben. “Hammer Horror“ mit dem selten gehörten, Spannung erzeugenden Xylophonspiel im Hintergrund, oder “A year of doubt“, ganz einfach aufgebaut, doch mit todglücklicher Melodie und treibend-ruhigem Instrumentenspiel, oder “Stray talk“, mit akustischer, gezupfter Gitarre und freundlichstem Englisch vorgetragen, haben allesamt einen Platz an der Sonne verdient. Die Coverversion von John Lennons “Isolation“ sollte hier noch erwähnt sein, sehr cool, minimalistisch gespielt und dermassen typisch Maxïmo, dass selbst der grosse John staunen würde. Jeder der diese Band, wenn auch nur teilweise, mag, sollte sich “Missing Songs“ anschaffen, ich ignoriere die Anmerkung von wegen B-Seiten und anerkenne das Werk als zweites, komplettes Album dieser englischen Lausbuben. Und alle, die den Namen zum ersten Mal hören, sollten sich fragen, warum sie solch einen Text überhaupt lesen oder ihre Bildungslücke schleunigst schliessen.
Seit 25.11.05 im Handel

Anspieltipps: Ai9, Isolation, A year of doubt, Stray talk, Hammer Horror und natürlich die Demo Versionen
Trackliste: 1) Ai9; 2) Isolation; 3) My life in reverse; 4) Fear of falling; 5) I want you to leave; 6) A year of doubt; 7) Trial and error; 8) Stray talk; 9) Hammer Horror; 10) Demo: Apply some pressure; 11) Demo: Graffiti; 12) Demo: Once, a glimpse
Similar Artists: die üblichen Retro-New-Wave-Kapellen

Bio:
Die kulturelle Isolation in und um Newcastle liess mit Maximo Park eine der wohl spannendsten Retro-Hype-Bands des Jahres entstehen. Die grössten Konkurrenten der Ferdinänder hatten 02/03 dank dem Stück “Graffiti“ das Glück, beim sonst eher elektronisch versierten Label Warp (Weird And Radical Projects; Apex Twins, Nightmares on Wax) unter Vertrag genommen zu werden. Paul Smith (voc.), Duncan Lloyd (git.), Lukas Weeler (keys), Archis Tiku (bass) und Tom English (dr.) sind seit ihrem Meisterwerk von Debutalbum “A Certain Trigger“ europaweit schwer erfolgreich.
Diskographie:
> A Certain Trigger (2005)
> Missing songs (2005)