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Mark Ronson – Uptown Special
Mark Ronson – Uptown Special

Mark Ronson – Uptown Special

7.0

Genre: ,
Label: RCA

Erstellt am: 13.01.2015
Autor:
Erstellt am: 13.01.2015   Autor:

Rezensionen

Hommage und Plagiat

Mark Ronson gilt als einer der renommiertesten Producer unserer Zeit, und das obschon sich seine Musik kaum durch Originalität auszeichnet.

Ronson scheint sich damit abgefunden haben, dass heutzutage in der Popmusik ohnehin schon alles gemacht worden ist, und beschränkt sich darauf, Klänge der Vergangenheit in das Heute zu tragen. Andere grosse Namen wie Stevie Wonder oder Jeff Bhasker leisten ihm auf “Uptown Special“ Schützenhilfe.

Mal hat sich Ronson das Ganze aber etwas zu einfach gemacht – die Vorab-Single “Uptown Funk“ eroberte zwar zurzeit die Spitzen verschiedener Charts, bedient sich aber dermassen schamlos bei 80er-Funk-Vorbildern, dass man nur noch mit viel gutem Willen von einer Hommage sprechen mag. An Hit-Potential raubt das dem Song freilich nichts.

“Feel Right“ wiederum ist trotz der offensichtlichen Einflüsse ein perfekter Song – Südstaaten-Rapper Mystikal legt wieder mal die Vermutung nahe, dass er eigentlich James Brown ist, mit etwas weniger Hirn vielleicht, aber genauso viel Energie. Ronson liefert dazu einen Funk-Track, der jeden in die Knie zwingt.

Freude bereiten auch die Beiträge von Kevin Parker, Lead-Sänger der australischen Tame Impala. Zu Parkers klarer Stimme gesellen sich verzerrte Gitarrenklänge und jazzige Vibes, die gleichermassen an Shuggie Otis erinnern wie an die in letzter Zeit sehr oft zitierten Steely Dan.

Eher ohne Wirkung verblassen die Gastbeiträge des legendären Stevie Wonder, dem die ersten und letzten Minuten des Albums gehören – ein erfreuliches Lebenszeichen ist sein typisches Mundharmonikaspiel auf „Uptown Special“ aber allemal.

Neu erfunden wird auf Mark Ronsons viertem Album nichts, aber nachempfunden, und das meist mit ansteckender Leidenschaft und Begeisterung.

Ab 13. Januar 2015 im Handel.