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Land Of Talk – Applause Cheer Boo Hiss (EP)
Land Of Talk – Applause Cheer Boo Hiss (EP)

Land Of Talk – Applause Cheer Boo Hiss (EP)

9.0

Genre: , ,
Label: One Little Indian

Erstellt am: 15.11.2007
Autor:
Erstellt am: 15.11.2007   Autor:

Neuerscheinungen

Daydream Nation

Mit ihren Punk-inspirierten Indierock-Songs erinnert die Band aus Montreal selten an die kanadische Musikszene. Das Niveau ist aber gleichermassen hoch.

Land Of Talk schicken uns gleich mit dem ersten Knaller „Speak To Me Bones“ in die guten alten Tage des Indierock zurück: Sägende Gitarren, psychedelische Passagen und weibliche Vocals, die auch mal den berühmten halben Ton daneben liegen, zeichnen den Opener aus. Das ist zwar nicht neu, die Frische, mit der die Songs aus den Boxen kommen, hat aber durchaus Seltenheitswert. Die poppigen Refrains sind ein Grund dafür, aber nicht der einzige. Man merkt den Liedern an, dass Punk und Rock n` Roll für Land Of Talk keine Fremd- und Unwörter sind. Das an sich melancholische „Sea Farm“ rockt dermassen, dass es einem paradoxerweise ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. Die druckvolle Bassdrum pusht den Song unaufhaltsam nach vorn. Das ist bei „Magnetic Hill“, einem nächsten Highlight, nicht anders. Und wiederum steht eine Eigenschaft eines Stückes stellvertretend für die gesamte Platte. Die charmant unfertig klingenden Strophen erinnern ans Songwriting von Cat Power. Auch die Stimme der Sängerin Elizabeth ist der Chan Marshalls nicht unähnlich. Abgesehen davon klingen die beiden Künstler aber vollkommen unterschiedlich.

An einzelne Songs kann ich mich nach knapp 40 Minuten Spielzeit kaum mehr erinnern, an die Texte erst recht nicht. Am Schluss ist mir vor allem eines klar: Ich sollte wieder mehr Rockmusik hören.

Seit 22. Oktober 2007 im Handel