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Kaiser Chiefs – Employment (2005) (B Unique/Universal Music)

Kaiser Chiefs – Employment (2005) (B Unique/Universal Music)

Erstellt am: 01.05.2005
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Erstellt am: 01.05.2005   Autor:

Neuerscheinungen

Copycat? Who cares.

In England bereits als "hottest new act" gehandelt und Gewinner mehrerer Awards, kombinieren Kaiser Chiefs auf ihrem Debüt "Employment" geschickt verschiedene Einflüsse zu einem Knüller-Album, das so richtig Spass macht! Oh yes!

Franz Ferdinand. Dogs Die In Hot Cars. Bloc Party. Futureheads. Und viele mehr. Grossbritannien produziert Post-Punk-Neo-New Wave-Bands am Laufmeter und mit Kaiser Chiefs aus Leeds gesellt sich eine weitere Formation zur hippen Gesellschaft. Um Franz Ferdiand und Bloc Party wurde grossen Aufhebens gemacht und auch die Kaiser Chiefs geniessen gigantisches Interesse, wie die Schreibende vor einem Monat in London erleben durfte. Kaiser Chiefs, soweit das Auge reicht! In den Top10 von HMV, Virgin Music, grosse Stories in NME, Q, den Kulturzeitungen etc. Ob die Musik der Kaiser Chiefs diesem Hype denn auch gerecht wird…? Auch wenn viele Fachzeitschriften die Nase rümpfen, antwortet meine Wenigkeit auf diese Frage mit ruhigem Gewissen: Aber sicher doch!
Ja, es gibt doch schon so viele Neo-New Wave-Bands, ja, das haben wir doch alles schon mal gehört. Ja, auch die Kaiser Chiefs kupfern ab – hauptsächlich von Grössen wie XTC, The Jam und Wire, aber auch Ähnlichkeiten zu Madness ("You Can Have It All"), hie und da Beach Boys ("Caroline, Yes"), Supergrass ("Na Na Na Na Naa"), Blur ("Saturday Night") usw. sind auszumachen. Aber – sind wir mal ehrlich – wen kümmert’s? Der Sound auf "Employment" ist nämlich dermassen gut, dass man gutmütig über etwaige unschuldige Kopien hinwegsehen kann. Drive vom ersten bis zum letzten Song – 40 Minuten geballte Pop Power, 11 brilliante, hitpotentielle Spassmacher – "A Box Of Tricks" in der Tat. Post Punk-Ambitionen kombiniert mit New Wave-Einflüssen und einer guten Portion Britpop. Groovige Synthie-Riffs, grossartige, bleibende na-na-na-Mitsing-Melodien, coole Stimme, spassige Lyrics, Fuss-wippende-Elektro-Beats und eine hervorragende, kristallklare Produktion. Ja, was will man denn mehr…? Vergessen wir doch einfach für einen Moment, was denn früher bereits da war und vernachlässigen unseren krampfhaften Analysierungs- und Kategorisierungszwang für 40 Minuten. Kaiser Chiefs machen ihren Job verdammt gut und liefern mit "Employment" eine solide Scheibe, die sofort Gehör und Herz gewinnt – und das Gemüt furchtbar gut aufzuheitern vermag. Letzteres ist manchmal extrem wichtig. Zudem kann und muss Musik nicht immer kompliziert, ach-so-artsy oder originell sein. Whatever: Lang leben die Kaiser Chiefs – ich liebe euch schon jetzt! Und an alle Nörgler, Kritiker, Analytiker: Hört die CD doch nicht so laut, wenn ihr sie schon nicht gut findet.

Seit 7. März 2005 im Handel.

Anspieltipps: I Predict A Riot, Modern Way, Oh My God, Born To Be A Dancer, What Did I Ever Give You
similar artists: Franz Ferdinand, Bloc Party, Futureheads, Dogs Die In Hot Cars, The Bravery, The Killers

⇒ Hören und Kaufen ⇒ Offizielle Seite ⇒ Label ⇒ CH-Vertrieb

Bio:

Im Sommer 2003 gründeten die fünf Britpop-besessenen Musiker Ricky Wilson (Lead Vocals), Andrew "Whitey" White (Gitarre), Simon Rix (Bass), Nick "Peanut" Baines (Keyboard) und Nick Hodgson (Drums und Vocals) – allesamt aus Leeds – die Band Kaiser Chiefs. Ihr bescheidenes Vorhaben war es, am Leeds Festival 2004 auftreten zu können, was sie nach zahllosen Gigs in Clubs und Bars auch ohne grosse Probleme erreichten. 2004 veröffentlichten sie ihre selbstfinanzierte erste Single "Oh My God" auf dem Indie-Label DrownedinSound, die es bis auf Platz 66 der Singlecharts schaffte – und dies, obwohl sie bloss in Nicks Schlafzimmer aufgenommen und in limitierter Anzahl herausgegeben wurde. Die Nachfolgesingle "I Predict A Riot" schoss in Grossbritannien sofort in die Top20 und Kaiser Chiefs ergatterten sich Deals mit Universal Music in Japan und den USA. Im März 2005 erschien ihr Debütalbum "Employment", das vom Blur-Produzenten Stephen Street produziert wurde und die Kaiser Chiefs definitiv zu hippen Indie-Newcomern machte.


Diskographie:
⇒ Employment (2005)

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