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Jaill – Traps

Jaill – Traps

4.5

Genre: , ,
Label: Sub Pop

Erstellt am: 22.09.2012
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Erstellt am: 22.09.2012   Autor:

Neuerscheinungen

Fallen ohne Köder

Jaill haben auf ihrem zweiten Sub-Pop-Album „Traps“ ihren eigenen Sound gefunden, ihre eigene Pop-Grammatik, ihr Markenzeichen, wenn man so will. Leider.

Klang zuvor vieles noch unausgegoren und durchaus aufregend, weil unentschieden hin und her pendelnd zwischen Surfpop, klassischem LoFi-Indie, etwas Folk, ein wenig Punk hier und da, so ist jetzt – nach dem Ausstieg von Gitarrist Ryan Adams – die Wegrichtung klarer: Garagenrock mit ironischen Texten und ohne Angst vor vorhersehbaren Gitarrensoli und plausiblen Backgroundchören. Das kann in guten Momenten beschwingend sein, in den meisten klingt es so belang- wie ambitionslos.

Zu den erwähnten besseren Songs zählen „I’m Home“ mit seiner waghalsigen, hörenswerten Melodieführung und „Perfect Ten“: kurz, schräg, knackig, kurvenreich von Anfang bis Ende. Jaill besitzen unbestreitbar Songwriterqualitäten, sowohl lyrisch als auch musikalisch. Das stellen sie aber nur in 2-3 Songs wirklich unter Beweis.

Der Rest fällt so steil ab, dass es schwerfällt, sich Jaill-Fans vorzustellen. Wer soll denn hier ab der ersten Sekunde mitgerissen und süchtig gemacht werden? US-Teens, die bis anhin nur Jodel-Country hören durften? Mittdreissiger, die noch mal die Anlage aufdrehen wollen, wenn sie ein Cabrio mieten?

Seit  12. Juni 2012 im Handel.

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label > CH-Vertrieb

Anspieltipps:
> Perfect Ten
> I’m Home

Diskographie:
> Kept Me Spitting (2004)
> There’s No Sky (Oh My My) (2009)
> That’s How We Burn (2010)
> Traps (2012)

Ähnliche Künstler:
> Brendan Benson
> Supergrass
> Weezer
> King Tuff