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Flea – Helen Burns EP
Flea – Helen Burns EP

Flea – Helen Burns EP

4.5

Genre: , ,
Label: Org Music

Erstellt am: 22.04.2013
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Erstellt am: 22.04.2013   Autor:

Neuerscheinungen

Die erste Solo-EP des Red Hot Chili Peppers Bassisten ist ein wahres Sound-Experiment. Flea vereint Elemente von  Ambient, Fusion über Electro bis hin zu Indie-Pop auf seiner fast reinen instrumental angelegten Platte. Eine Verwunderung jagt die Nächste…

Michael Peter Balzary aka Flea produzierte „Helen Burns“ schon 2007 im Hinterzimmer seines Hauses. Nach einer langen Tournee wollte er eigentlich nur etwas aufnehmen, um damit Chris Warren (Drum-Techniker und Keyboarder der RHCP) in der Tontechnik zu schulen.

Eine Veröffentlichung stand nie zur Sprache.

Warum er nun seine Meinung änderte, wird wohl sein Geheimnis bleiben, sicher ist nur, dass „Helen Burns“ ein wahres Sound-Experiment ist, bei dem sich Flea einmal so richtig austoben und seiner kreativen Ader freien Lauf lassen konnte.

Der Album-Titel stammt von einer Figur aus Charlotte Brontës Roman „Jane Eyre“ von 1847 – bei Helen Burns handelt es sich um die Freundin der Protagonistin. Sie ist gebildet, intelligent und fromm. Schwer an Tuberkulose erkrankt, fügt sie sich ihrem Schicksal in Demut und stirbt schließlich in den Armen Jane Eyres .

Flea sagt selbst über seine Titelwahl: „Die Schönheit von Helen Burns ist eine Eigenschaft, die ich in allen Menschen suche. Burns ist eine Figur, die mich immer begleitet und deren höchste Ideale in den intensivsten Erfahrungen meines Lebens stets präsent sind.“

Alle sechs Tracks auf der EP wurden von Flea selbst produziert und geschrieben, bis auf den Titelsong, der von der einzigartigen Patti Smith mitgeschrieben wurde und die ihm auch gleich stimmlich Ausdruck verlieh. Das klassisch angelegte Stück ragt heraus, die rauchige, gefühlvolle Stimme von Patti Smith, begleitet nur vom Piano, scheint das i-Tüpfelchen auf dieser Platte zu sein.

Flea hat sich auf „Helen Burns EP“ so richtig ausgetobt, denn es scheint kein Instrument zugeben, das hier nicht seine Verwendung findet. Die Tracks einzeln zu beschreiben, ist unmöglich – sie sind zwar geprägt vom Synthesizer, aber auch melodisch und in sich stimmig.

Hervorzuheben bleibt der Song „Lovelovelove“, der mit Hilfe des Silverlake Conservatory Kids And Adult Choir die EP zu einem ruhigen und harmonischen Abschluss kommen lässt. Mit der „Helen Burns EP“ verfolgt Flea einen wohltätigen Zweck. Wie er selber via Twitter mitteilte, soll der Erlös dieser EP komplett an das Silverlake Conservatory gehen.

Fazit: Darf man eine Chance gewähren.

Seit  15. März 2013 im Handel.

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Anspieltipps:
> Helen Burns
> Lovelovelove

Diskographie:
> Flea (2013)

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> Atoms For Peace