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Feist – Let It Die (2005)
Feist – Let It Die (2005)

Feist – Let It Die (2005)

8.0

Genre: ,
Label: Polydor

Erstellt am: 02.01.2006
Autor:
Erstellt am: 02.01.2006   Autor:

Neuerscheinungen

Keine Rolle mehr spielen

In der Werbung, am heimeligen Festival, im italienischen Radio – Das allseits präsente „Let It Die“ von Leslie Feist beschert uns unvergessliche Momente, grosse Songs und herausragende Covers.

Wir reden hier nicht über irgendein Stück Musik, das Monate später wieder in der Sammlung verschwindet und bald darauf seinen Rücktritt bekannt geben muss. On parle de „Let It Die“! An diesem Album kann niemand vorbeigehen, Ignoranz ist ausgeschlossen. Überall werden „Mushaboom“, „Leisure Suite“ und co. Anklang finden, weil sie so unendlich variabel sind: Der Kern eines jeden Song auf „Let It Die“ ist ein Juwel, ein zeitloser Klassiker. Live erfindet die schöne Kanadierin daraus Partypop, stampft mit den Beinen und ist so präsent wie kaum eine andere. Auf CD wirken die Songs etwas dezenter, fast schon filtriert, was dem Album an Dringlichkeit abzieht, an Intimität und Charme aber nochmals draufpackt. „Let It Die“ (in drei verschiedenen Cover erhältlich) ist trotzdem eine völlig atypische Folkplatte, man muss auch den Pop, den Soul, den Sommer, den Frühling, den Duft und das Feeling erwähnen. So vielseitig und gleichzeitig so wunderschön einfühlsam, alles läuft von alleine, die Songs werden dich wie ein leises Lüftchen umarmen, erwiderst du diese Berührung, wirst du in einen wunschlos glücklichen Zustand verfallen, lässt dich die Brise kalt, so drehe lauter, tanze, schreie, lache, höre die Bee Gees und Ron Sexsmith, fahre ans Meer oder an ein Feist-Konzert.
Eine weitere Qualität ist die Unbeschwert- und Unbekümmertheit, welche die Songs ausstrahlen. Warme, feine Farben und Töne, angenehme Rhythmen und eine Offenbarung von Stimme. Wer möchte nicht in ihre „Leisure Suite“, wer möchte nicht in einem Pariser Apartment oder in Irland an einem wilden Strand zu „Lonely, Lonely“ schluchzen, auf Moos gebettet, zufrieden, sorgenlos, oder mit Freunden in der Grossstadt: Euphorisch, gestikulierend zu „Secret Heart“ oder den anderen atemberaubenden Covers. Lasst uns ein ¨Singstar Feist¨ erfinden, lasst uns Klingeltöne von „Inside & Out“ herunterladen, eine Feist-Cover-Band gründen, lasst uns mit dieser Musik leben.
Und dann tanzt er alleine weiter, über die Strassen, als Engel, über die Dächer hüpfend, und er trifft sie, die singend auf einer Parkbank strahlt. „When I was a young girl I used to seek pleasure“ und „toudou-, toudou-, tout doucement“. Und die Lichter der Stadt gehen aus, und das Herz blüht wild, und der Zauber färbt die Luft bunt, in allen Farben: kühn grün, neige-beige, lebend gelben, blau, WOW!
Seit 22. November 2005 (als New Version) im Handel.

Anspieltipps: alle
Trackliste: 1) Gatekeeper; 2) Mushaboom; 3) Let It Die; 4) One Evening; 5) Leisure Suite; 6) Lonely Lonely; 7) When I Was A Young Girl; 8) Secret Heart; 9) Inside And Out; 10) Tout doucement; 11) Now At Last; 12) Gatekeeper (Full mix)
similar artists: Aimee Mann, Fiona Apple, Edith Frost…

Bio:
Leslie Feist ist in Calgary aufgewachsen . Mit 13 Jahren schenkte ihr der Vater eine Gitarre und ein Tonbandgerät. Damit legte sie los, komponierte und spielte ihre ersten eigenen Lieder. So landete sie wenig später bei einer Punkband. Als eines Tages ihre Stimmbänder streikten, wurde die Gitarre zum Ersatz für ihre Stimme. 2001 gründete Leslie Feist mit einigen Freunden die Band Broken Social Scene. Das Ziel ist, einen Monat später eine Show zu spielen. Daraus entsteht dann doch ein komplettes Album: „You Forgot It In People“ wird 2003 veröffentlicht. Nach einer größeren Tour durch die Vereinigten Staaten (mit Broken Social Scene) folgen Gastauftritte auf unzähligen Platten (ihrer Freunde). So stand sie mit der Elektroclash-Sängerin Peaches auf der Bühne oder war auf den Alben von Gonzales, Jane Birkin oder den Kings of Convenience zu hören. „Let It Die“, ihr eigentlich zweites Album, erscheint 2004 und liegt nun als Re-Release in den Läden.

Diskographie:
> Let It Die (2004)
> Let It Die (New Version) (2005)