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Deftones – Koi No Yokan
Deftones – Koi No Yokan

Deftones – Koi No Yokan

8.0

Genre: , ,
Label: Reprise Records

Erstellt am: 16.11.2012
Autor:
Erstellt am: 16.11.2012   Autor:

Neuerscheinungen

Kennt keine Worte

Schon bemerkenswert: „Adrenaline“ ist bereits 17 Jahre alt. Da veröffentlicht eine Band ihr siebtes Album und man könnte meinen, es gehe immer noch um alles. Beständigkeit ist eine Tugend, bleibende Relevanz deren Krönung.

Für einige Menschen mögen die Deftones nie mehr besser gewesen sein als auf „White Pony“. Das ist diesen Menschen aber deshalb egal, weil sie trotzdem immer toll geblieben sind. Es ist eine beeindruckende Konstanz, mit der sich die scheinbar nie alternde Band aus Kalifornien auf uns zu bewegt. Sie kommen immer näher. Das zweite Album ohne Chi Geng heisst „Koi No Yokan“ und es ist einfach nur gewaltig gut. Der Band wurde Stagnation nachgesagt, immer auf hohem Niveau natürlich, und sie kämpfte tatsächlich intern ums Weitermachen sowie um Inspiration. Und dann der Unfall von Chi. Ein Album wurde auf Eis gelegt und „Diamond Eyes“ stattdessen vorgeschoben. Keine Ahnung, ob „Eros“ in irgendeiner Form nochmals zu Ende gedacht wird. Natürlich ist „Koi No Yokan“ ein Deftones-Album, das uns nicht völlig fremd ist. Überraschungen wie auf dem weitaus sperrigeren „Saturday Night Wrist“ bleiben aus. Dieses hatte aber ein „Hole in the Earth“, das neue hat „Leathers“. Der Konsenssong auf dem neuen Album einer Konsensband. Immer näher kommen uns die Deftones, weil sie dem Song mehr Zugänglichkeit lassen.

Für einige Menschen mögen deshalb die Deftones vielleicht erst seit „Hole in the Earth“ nahe genug sein – und „Diamond Eyes“ sowie „Koi No Yokan“ ihre Lieblingsalben. Neue Freunde gewinnen ohne die alten zu verlieren. Das gelingt nicht vielen. Schon gar nicht, wenn ihnen Stagnation unterstellt wird. Und während „Gauze“ dicht hinter „Leathers“ alles abdeckt, aufzeigt und erfüllt, was man sich wünschen kann, kommt irgendwann unweigerlich die Frage, ob bereits die ersten Vorwürfe in den Startlöchern stehen, das sei doch alles jetzt viel zu glatt, zu sehr Konsens und im eigentlichen Sinne Popmusik. Die Antwort: Und wenn schon? Weniger heavy bedeutet nicht weniger Tiefe. Weniger um die Ecke bedeutet nicht einfältig. Und wirklich jetzt, die Gesangsleistung von Chino Moreno ist auf diesem Album besser als damals auf „White Pony“. So klingt Weiterentwicklung. Punkt.

Seit  09. November 2012 im Handel.

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label > CH-Vertrieb

Anspieltipps:
> Leathers
> Gauze
> Swerve City

Diskographie:
> Adrenaline (1995)
> Around the Fur (1997)
> White Pony (2000)
> Deftones (2003)
> B-Sides & Rarities (2005)
> Saturday Night Wrist (2006)
> Diamond Eyes (2010)
> Koi No Yokan (2012)

Ähnliche Künstler: 
> Tool
> A Perfect Circle
> Faith No More
> Thrice gt; Tool