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Bonobo – The North Borders
Bonobo – The North Borders

Bonobo – The North Borders

8.0

Genre:
Label: Ninja Tune

Erstellt am: 12.04.2013
Autor:
Erstellt am: 12.04.2013   Autor:

Neuerscheinungen

Gratwanderung zum Gipfel

Mit “The North Borders“ hat uns der britische Ninja-Tune-Vorkämpfer die letzten Wintertage versüsst.

Simon Green hat auf “North Borders“ endgültig zu sich gefunden. Was vielen im Ansatz gut gelingt, führt Bonobo hier zur Vollendung: die Gratwanderung zwischen elektronischer und organischer Musik.

Das war nicht immer so: So gut der Ninja-Tune-typische Downbeat auf “Animal Magic“ oder “Dial ‚M‘ for Monkey“ auch war, stammten die Beats doch erkennbar aus der Maschine, die Samples waren klar als Samples rarer Soundtracks der 60er- und 70er-Jahre identifizierbar … Ab dem gelungenen “Days To Come“ war die neue Vision Bonobos erkennbar, auf “Black Sands“ gereifter und hier perfektioniert: Wenn sich Mensch und Maschine vereinen, ist die Maschine nicht mehr erkennbar. Bonobo ist einen weiten Weg gegangen.

Dabei ist “North Borders“ im direkten Vergleich weit elektronischer als die letzten zwei Alben. Die dicht gewobenen Klangkonstrukte sind kompliziert, ohne je überladen oder sperrig zu wirken, aber doch sind sie kaum mehr greifbar, was früheren Fans zu schaffen machen könnte. Die entspannten Jazz-, Latin- und Hip Hop-Einflüsse sind fast vollständig schwermütigen Ambient-Stimmungen gewichen. Es gibt auf “The North Borders“ keine Songs, die wirklich in Erinnerung bleiben werden, es gibt keine Hits wie “Flutter“, aber als introspektives Album für die späten und regnerischen Stunden überzeugt “The North Borders“ absolut.

Seit  29. März 2013 im Handel.

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > facebook > Label > CH-Vertrieb

Anspieltipps:
> Emkay
> Cirrus
> Sapphire
> Antenna

Diskographie:
> Animal Magic (2000/2001)
> Dial “M” for Monkey (2003)
> It Came From The Sea (2005)
> Days To Come (2006)
> Black Sands (2010)
> The North Borders (2012)Ähnliche Künstler:
> The Cinematic Orchestra
> Four Tet
> Andreya Triana
> Erykah Badu