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Band of Horses – Infinite Arms

Band of Horses – Infinite Arms

7.0

Genre: ,
Label: Columbia

Erstellt am: 14.05.2010
Autor:
Erstellt am: 14.05.2010   Autor:

Neuerscheinungen

Pferdestärken

Seattle klang eigentlich anders. Obwohl dort auch nur der Ursprung liegt. Trotzdem spielen diese Männer mit Holzfällerhemden und auffallenden Bärten im Vorprogramm von Pearl Jam. Die nötigen Hits dazu gibt es auf: „Infinite Arms“.

„Factory“, „Compliments“ und „Laredo“: Die Band of Horses beginnt ihr Major-Debüt mit drei herausragenden Songs. Und zwar dermassen herausragend, dass man befürchten muss, der Rest gehe unter. Dabei nehmen sie nur das Tempo raus. Die glasklare Stimme von Ben Bridwell erklimmt in „On My Way Back Home“ bereits die nächsten Höhen. Band of Horses plays The Shins. Danach scharen sie sich aber endgültig rund ums Lagerfeuer. Die Sterne am Himmelszelt, den Wein aus der Flasche. Der Titeltrack wächst mit jedem Funken, der aus dem beschaulichen Feuer peitscht.“Dilly“ ist schon wieder ein Hit und beweist, wie viel Pop „Infinite Arms“ verträgt. Die Dosis scheint gerade richtig. Da es ist es verkraftbar, dass die zweite Hälfte etwas abflacht und man die zwingenden Melodien zu vermissen beginnt. Selber schuld, wenn man so fulminant einsteigt und sich dann doch nicht auf dem einen Erfolgskonzept ausruhen will. Nur kann Ron Sexsmith einen Song wie „Evening Kitchen“ besser und bei „Older“ meint man Neil Young mitsingen zu hören. Doch gerade weil letztgenannter Song nochmals eine neue Truhe öffnet, bleibt „Infinite Arms“ stets spannend.

Zumindest hat die Band of Horses es geschafft, dass ihr bisheriges Meisterstück „The Funeral“ drei neue Konkurrenten bekommt. Der vorwiegend selber produzierte Drittling fühle sich eher wie ein Debüt an, meint Bridwell. Der Wechsel von Sub Pop zu Sony Music plus die Chance, das Publikum von Pearl Jam für seine Sache zu begeistern, könnte Steine ins Rollen bringen. „Infinite Arms“ wird diesem Anspruch jedenfalls absolut gerecht.

Seit  14. Mai 2010 im Handel.

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Anspieltipps:
> Factory
> Compliments
> Laredo

Diskographie:
> Everything All the Time (2006)
> Cease to Begin (2007)
> Infinite Arms (2010)

Ähnliche Künstler:
> The Shins
> Built to Spill
> Fleet Foxes
> My Morning Jacket
> Midlake
> Yeasayer
> The Decemberists
> Death Cab for Cutie
> Ron Sexsmith
> Neil Young
> Grand Archives