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The Go-Betweens – Liberty Belle and the Black Diamond Express
The Go-Betweens – Liberty Belle and the Black Diamond Express

The Go-Betweens – Liberty Belle and the Black Diamond Express

Erstellt am: 27.06.2009
Autor:
Erstellt am: 27.06.2009   Autor:

Ältere Schmuckstücke

Die Sache mit den 2 L

„Dressed in a white shirt with my hair combed straight/ Here in my black shoes and me without a date…“ sind die ersten Zeilen dieses Juwels. Dazu eine Melodie für Millionen, die leider nie diese Millionen erreicht hat.
Wir sprechen hier vom Song „Spring Rain“ von meiner liebsten allerliebsten Platte: „Liberty Belle and the Black Diamond Express“ der Go-Betweens. Eine Band, bestehend aus zwei äusserst talentierten Songwritern, die zu zweit besser harmonierten als alles andere auf diesem Planeten. Robert Forster, der leicht verschrobene Dandy und Geschichtenerzähler und Grant McLennan, der Sunnyboy mit der sanften und melancholischen Stimme, einer, der die Melodien für die nie erreichten Millionen nur so locker aus dem Ärmel schütteln konnte. Angefangen Mitte der Siebzigerjahre und (leider) endend 2006 mit „Oceans Apart“ spielten sich die beiden Freunde queerbeet durch die musikalische Geschichte der Rockmusik. Postpunk, Pop, Folk und wie der Wein, je älter, desto besser. Naja fast. Den 1986 erschien LB&TBDE, das Überwerk, der Meilenstein, die Krönung. Eigentlich ist auch hier alles wie gehabt im Schaffen dieser Band, halt nur „noch“ besser. Weniger sperrig und nervös als ihre ersten beiden Alben, weniger folkig als die Spätwerke. Das „Dazwischen“ machte es wohl aus.

Mit „Spring Rain“, „Head Full of Steam“, „Bow Down“, „To Reach Me“ oder auch „In the Core of a Flame“ waren Songs vertreten, die auch nach jahrelangem Hören mich dazu bewegen die Anlage hochzudrehen, ein paar Minuten innezuhalten und einmal mehr Perfektion zu spüren. Den hier trifft melancholische Leichtigkeit auf den ganz grossen Popentwurf, Elegantes und Urbanes auf Sehnsüchtiges, ein Hit auf den anderen. Leider wird es nie mehr Go-Betweens Platten geben, vermutlich nie mehr eine so grosse Platte wie diese, aber das ist ok. So lange der Black Diamond Express unaufhaltsam durch die unendliche Galaxie fliegt ist meine Welt soweit in Ordnung.

Seit 1986 im Handel. Auch als Reissue mit tollen Bonustracks erhältlich

Anspieltipps:

Spring Rain
Head Full of Steam
To Reach Me
In The Core of the Flame

Diskographie:

> Send Me a Lullaby (1981)
> Before Hollywood (1983)
> Spring Hill Fair (1984)
> Metal And Shells (1985)
> Liberty Belle and the Black Diamond Express (1986)
> Tallulah (1987)
> 16 Lovers Lane (1988)
> 1978 to 1990 (1990)
> 78 ’til 79: The Lost Album (1999)
> Bellavista Terrace: Best of The Go-Betweens (1999)
> Live on SNAP with Deirdre O’Donaghue (1999)
> The Friends of Rachel Worth (2000)
> Bright Yellow Bright Orange (2003)
> Oceans Apart (2005)
> Live in London (2005)
> That Striped Sunlight Sound (2006)

Ähnliche Künstler:
> Smiths
> Josef K
> Aztec Camera
> Orange Juice