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Djelimady Tounkara – Solon Kôno
Djelimady Tounkara – Solon Kôno

Djelimady Tounkara – Solon Kôno

8.0

Genre: ,
Label: Marabi

Erstellt am: 21.06.2011
Autor:
Erstellt am: 21.06.2011   Autor:

Ältere Schmuckstücke

Quirlige Gelassenheit

Wer den malischen Gitarristen nicht kennt, kann beim neu aufgelegten Album aus dem Jahr 2005 eine neue Spielart der malischen Gitarrenmusik entdecken.

Auf den ersten Blick ist „Solon Kôno“ ein unspektakuläres Gitarrenalbum, das angenehm, aber zurückhaltend westliche und afrikanische Einflüsse mischt. Vor allem der Auftakt mit seiner Anlehnung an spanische Folklore wirkt auffällig, dann scheint das Album überwiegend dahinzuplätschern – angenehme Hintergrundmusik bei denen der metallisch-helle, aber durchaus warme Klang der akustischen Gitarren dominiert.

Doch Djelimady Tounkara bietet mehr. Der klare, fast durchdringende Klang der Metallsaiten gibt seinen Flamenco-Anleihen eine besondere Note, die traditionellen Elemente seiner Musik schmiegen sich harmonisch dazu. Seine Virtuosität bleibt oft im Hintergrund, ist aber stets unaufdringlich präsent und bestimmt das Album masgeblich. Seine Solopassagen sind auch dann präsent, wenn der Frauenchor im typischen Stil der Bambara singt. Djelimady Tounkara beschränkt sich kaum auf die rhythmische Begleitung, sondern bringt fast durchweg seine schmissigen Melodien unter.

Der in Kita geborene Gitarrist komponiert und arrangiert, er schreibt die Texte und spielt natürlich die Solo-Gitarre. Den Gesang überlässt er vier Gästen, zwei Männern und zwei Frauen, eine davon seine jüngste Tochter Mariam Tounkara. In seinen überwiegend fröhlichen Liedern schneidet er ernsthafte Themen wie die in Mali nach wie vor üblichen arrangierten Ehen an oder gibt seine Lebensweinstellung weiter. Instrumentalstücke fehlen ebenso wenig wie ein Lied über die Liebe oder eine Hommage an einen Freund oder auch an Modibo Keïta, den ersten malischen Präsident – vielleicht eine Referenz an seine Herkunft. Tounkara, der als Jugendlicher auch Kora und Ngoni gelernt hat, ist Abkömmling einer Griot-Familie.

Seit  1. Mai 2005 im Handel

Anspieltipps:
> Fanta Bourama
> Bolondola

Ähnliche Künstler: 
> Debademba
> Habib Koité
> Vieux Farka Touré