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Chrome Division – Booze, Broads and Beelzebub
Chrome Division – Booze, Broads and Beelzebub

Chrome Division – Booze, Broads and Beelzebub

Erstellt am: 16.05.2009
Autor:
Erstellt am: 16.05.2009   Autor:

Ältere Schmuckstücke

Ein Teufelswerk!

Bereits der Bandname und das thronende Skullbiker-Emblem von “Chrome Division” verspricht Einiges und lässt garantiert jedes Biker-Herz höher schlagen. Wer ehrwürdigen Old School à la Motörhead liebt, ist mit der Auslese der „Chrome-Abteilung“ erstklassig bedient!

Knallharte Riffs und dumpfer Basssound unterdonnert von fulminanten Drumparts und einer rauen Reibeisen-Stimme. Protziger, dreckiger und verdammt schneller Rock ’n’ Roll in bester Manier. Ein Teufelswerk! Der Fünfer aus Norwegen besticht durch ein eigentlich sehr namhaftes Line-Up, wird aber von den Machern als Nebenprojekt betrieben. So zeigt niemand Geringeres als Shagrath an der Gitarre sein Können, besser bekannt als Sänger der kommerziellen Schwarzmetaller Dimmu Borgir. Am Mikrophon wütet der coole Eddie Guz von The Carburetors.

Der Silberling „Booze, Broads and Beelzebub“ ist bereits das zweite Werk der Skandinavier und erschien 2008 beim deutschen Label Nuclear Blast. Chrome Division wurde wie erwähnt nur zum Spass ins Leben gerufen, was aber der Band sichtlich und hörbar gut bekommt – gerade eben deshalb? Automatisch mit dem Hören des ersten Tons überrollt den Hörer Gänsehaut, Freude und Spass (am Rock ’n’ Roll, am Leben, am Headbanging…) – authentischer Rock mit viel Herzblut und der Liebe zum Detail. Der Funken springt sofort über und weckt in jedem den kleinen Rebell!

Der Opener lässt nur annähernd erahnen was da auf uns zurollen mag. Eine leicht beängstigende Donnerwalze heisst uns in der Hölle sprich auf dem Album willkommen, zitierend: „Rock ’n’ Roll is the devils music“! Anschliessend folgt ausnahmslos ein Kick-Ass-Gewitter nach dem andern, ohne dass ein Track speziell erwähnt werden muss. Einzig vielleicht: Coolness beweisen die sympathischem Machos mit der Wahl der einzigen Coverversion auf dem Album: „Sharp Dressed Man“, vor Jahren ein Grosserfolg der langbärtigen ZZ Top.

Dieses Album verdient das Prädikat „göttlich“ – sofern Lemmy Kilmister nun wirklich Gott ist. Obwohl die Band nur sporadisch Konzerte spielt und auch keine nennenswerte Promotion betrieben wurde, entschliesst sich der Interessent mit vorliegendem Album für ein Meisterwerk! Keine waghalsige Prognose, doch etwas Grosses könnte hier irgendwann auf uns zurollen – sofern genauso kompromisslos weitergearbeitet wird. Die Weichen sind allemal gestellt. Umso mehr überkommt uns bereits eine Vorfreude auf einen hoffentlich baldigen Nachfolger von „Booze, Broads and Teufelskerl“.

Seit 18. Juli 2008 im Handel.

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label

Anspieltipps:
> Booze, Broads and Beelzebub
> Boys from the East

Diskographie:
> Doomsday Rock n Roll (2006)
> Booze, Broads and Beelzebub (2008)

Ähnliche Künstler:
> The Bones
> Motörhead
> V8 Wankers