Exit Music
Bobbie Gentry – Ode to Billie Joe
Bobbie Gentry – Ode to Billie Joe

Bobbie Gentry – Ode to Billie Joe

Erstellt am: 09.02.2013
Autor:
Erstellt am: 09.02.2013   Autor:

Ältere Schmuckstücke

Nicht nur ein Song

Über den Titelsong wurde schon genug gesagt. Und sowieso sind sich alle einig: er gehört zum Besten was die 60er hervorbrachten und so. Keine Widerrede. Man streitet sich höchstens darüber, weswegen Billie Joe in den Tallahatchie River sprang. Und das dazugehörige Album? Geht’s nach uns, ist das auch ein paar Worte wert.
Es ist leicht nachvollziehbar, weswegen Gentrys spätere Alben wie “The Delta Sweete“ oder “Fancy“ populärer sind. Sie sind schlicht besser. Auf “Ode to Billie Joe“ kommen die immergleichen Ideen und Melodien zum Zug, wer mal einen Song wie “Chicksaw County Child“ oder “Lazy Willie“ vergisst, braucht kein schlechtes Gewissen zu haben. Die sind charmant und trotzdem zum Vergessen.

Aber da sind auch noch der Swamp-Rock in “Mississippi Delta“ und der hinreissende Country-Soul-Walzer “Papa, Woncha Let Me Go to Town With You“. Vor allem aber, und damit zum Grund für die Entstehung dieses Artikels, sind da auch “I Saw an Angel Die“ und “Sunday Best“.

Einige Griffe in die Saiten einer akustischen Gitarre und sanftes Spiel auf Vibraphon, Bläsern und Streichern vereinen sich hier in einer unaufgeregten Orchestrierung. Es sind diese behutsamen und eleganten Arrangements, der endgültigen Vertonung der golden hour nahe, die diese milde gestimmten Balladen so hervorragen lassen. Sie schmeicheln Bobbie Gentrys leicht heiserer Stimme, die so natürlich schön ist wie sie selbst, und in diesen Stücken noch viel schöner als sonst schon.

„Ode to Billie Joe“ ist nicht nur ein Song. Nur die Southern-Gothic-Fabel, die die dieser erzählt, die bleibt unerreicht.

Seit 1967 im Handel erhältlich.