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Garish, 28.3.2014
Garish, 28.3.2014

Garish, 28.3.2014

Erstellt am: 01.04.2014
Autor:
Erstellt am: 01.04.2014   Autor:

Konzerte

Heimspiel in der Fremde

Garish müssen nicht fulminant aufspielen, um am anderen Ende des Landes zu punkten.

Die Entfernung könnte nicht grösser sein: Doch obwohl Garish vom anderen Ende des Landes kommen, werden sie vom Publikum empfangen wie die Dornbirn Bulldogs nach dem Auswärtssieg ihres Lebens. Und das burgenländische Quintett bietet, was von ihnen erwartet wird: Ohrwürmer, gefühlvoll und tanzbar, aufgewertet durch assoziationsreiche Texte. Das alles bieten Garish auf ihrem neuen Album „Trumpf“ – und mehr müssen sie für ein Heimspiel nicht bieten. Routiniert wechseln die Musiker zwischen einfühlsamen und flotten Passagen und liefern zwischendurch mit Triangel und Mandoline eher ungewöhnliche Klangfarben.

Für „Auf den Dächern“ reduzieren sich Garish zum Duo, „Unglück trägt den selben Namen“ erinnert an ein Bänkellied, zwischendurch – etwa bei „Den Idioten zum Beweis“ – imitieren sie Element of Crime und dazwischen sind sie immer wieder ein wenig langweilig.

Wer die richtigen Fans hat, wird trotzdem bis zum Umfallen auf die Bühne zurückgerufen. Obwohl der Abschied mit „Paris“, „Abendrot“ „Eisenherz“ und „Schaltzentrale“ nichts Neues bringt, so ist er immerhin von schlichter Schönheit.