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Rückblick auf die 00er-Jahre, Teil 8

Rückblick auf die 00er-Jahre, Teil 8

Erstellt am: 15.02.2010
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Erstellt am: 15.02.2010   Autor:

Specials

Rückblick auf eine Dekade (Mundartisten, Mañana, We Loyal): Das neue Jahr(zehnt) ist schon in vollem Gange, und das Vergangene noch immer nicht ganz verdaut … im achten Teil unserer Rückschau eine Auswahl an Schweizer Musikern über die Musik, die im letzten Jahrzehnt ihr stetiger Begleiter war.

Mundartisten
Die Antwort auf diese Frage fiel uns mehr als leicht, denn die Mundartisten gibt es seit dem Jahr 2000 und wir haben in den letzten 10 Jahren 10 Alben veröffentlicht. Ein bisschen viel Eigenlob, aber wir sind gerade im Studio an der Nummer 11!

1. Dimitri – We have lost our way to Rome (2009, CD)
Weil es nicht immer Mundart sein muss!

2. Kwest – Jonas and his homemade retrofuturistic ornamental bling bling music
(2009, CD/Vinyl) Unser „Dark Side of the Moon“.

3. eQuadrat – Denkzettel (2009, CD)
Ein ruhender Pol wächst über sich hinaus.

4. Chocolococolo – Chocolococolo (2009, CD)
Ein Multitalent liefert den Pop der Zukunft.

5. Knackeboul – Hotel Hektik (2008, CD)
Der Frontmann doppelt erfolgreich nach.

6. Mundartisten – „Chrigu“ Sountrack (2007, CD)
Die Verarbeitung einer traurigen Zeit.

7. Knackeboul – Red und Antwort (2006, CD)
Der erste Alleingang – ein voller Erfolg!

8. Mundartisten – Blauäugig (2006, CD)
Langsam nahm unser Sound Formen an.

9. Mundartisten – Burebuebe (2004, EP/Vinyl)
Ein Griff in den Misthaufen…

10. Mundartisten – Gift (2002, Demo)
Unsere Jugendsünden als Crossoverband

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Jennifer Jans (Mañana)
Ich finde es immer sehr schwierig eine genaue Antwort zu geben, wenn mich jemand fragt, was meine Lieblingsband ist oder was ich am liebsten höre. Es gibt so viel Musik, die ich mag und jeden Tag so viel Musik, die neu zu entdecken ist. Deshalb habe ich versucht, eine Auswahl an Bands und Alben aus den letzten 10 Jahren zu treffen, die mich bis heute inspiriert und begleitet haben.

Björk – Homogenic, Voltaic
> esp. Joga and All Is Full of Love

Radiohead – Kid A, In Rainbows

Portishead – Dummy, Live: Roseland, NYC

Mew – Frengers, And The Glass Handed Kites, No More Stories Are Told Today…

Sigur Ros – ( ), takk
> esp. Hoppipolla and Saeglopur  (big moment at min.1.52 when drums kick in!)

Damien Rice – 0

Union of Knives – Violence & Birdsong
> esp. Opposite Direction

Oceansize – Frames

Kings of Leon – Because of the Times

Archive – Lights

Ryan Adams – Love is Hell, Pt.1

Cat Power – The Greatest

Bent – Missing

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Sandro Simon (We Loyal)

Zu Beginn dieses Jahrtausend begann sich eine leichte Besserung meines bis anhin von der sonntäglichen DRS3 Hitparade geprägten Musikgeschmacks abzuzeichnen – die DJ SanMat-Minidiscs, gemixt mit meinem besten Freund hatten im Dorf zwar schon Kultstatus erreicht, der Bruch mit Zlatko, Band ohne Namen oder Orange Blue war aber trotzdem unausweichlich. So folgten bald RATM und Skunk Anansie auf Papa Roach, Limp Bizkit oder The Bloodhoundgang, Ich-Zwerg auf Deichkind und Fanta4. The Police, Zenyattà Mondatta war meine erste Kassette überhaupt – auf der B-Seite übrigens Baby Jail, überspielt von den Eltern meines Kindergartenfreunds, erlebten ihr Revival in meinem Walkman, hinzu kamen Pink Floyd, The Beatles, The Doors, Led Zeppelin und The Velvet Underground. Meine erste Band, ich hätte mit meiner Gitarre auch ebenso gut Holz hacken können, mäanderte zwischen Green Day, RHCP oder eben RATM, in der darauffolgenden hörten wir die ersten Alben von Kings of Leon, Bloc Party, Interpol oder The Strokes.

Einen Sommer lang Coldplay, einen Sommer lang Neu!, Can und Kraftwerk – Zeiten jugendlicher Unbeschwertheit mit ihrem ganz eigenen Soundtrack, ohne dass ich ihn zu (be-) greifen versuchte. Erst Radiohead entfachten grundlegenden musikalischen Ehrgeiz, wie auch regelmässige Selbstzweifel, und veränderten meine Beziehung zur Musik nachhaltig. Ich musste nun analysieren und versuchen zu ergründen, wie und warum ein Song funktioniert.

Unsere EP „Obstacles“ trägt ihren Namen nicht umsonst, immer wieder sahen wir uns konfrontiert mit schlecht aufgenommenen Spuren, verpassten Deadlines, dem ins „Verschlimmbessernde“ führenden Perfektionismus und neuen Ideen, oftmals aufgekommen durch frisch entdeckte Musik, die bereits fix geglaubtes wieder in Frage stellten.

Die für „Obstacles“ und damit auch für mich wichtigen Künstler waren unter anderem TV on the Radio, David Bowie, Max Tundra, Joy Division, The National, Bon Iver, Battles, Foals, György Ligeti, Philip Glass, The Horrors, Chromeo, Of Montreal, Friendly Fires, Animal Collective und einige (zu) verrückte 70s-Bands sowie die Musik unserer Freunde in Liverpool und Basel.

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