Exit Music
Rückblick auf die 00er-Jahre, Teil 3
Rückblick auf die 00er-Jahre, Teil 3

Rückblick auf die 00er-Jahre, Teil 3

Erstellt am: 08.02.2010
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Erstellt am: 08.02.2010   Autor:

Specials

Rückblick auf eine Dekade (Michael Zuckschwerdt, Isabel Vesti): Das neue Jahr(zehnt) ist schon in vollem Gange, und das Vergangene noch immer nicht ganz verdaut … Teil 3 unseres Rückblicks.


Michael Zuckschwerdt

Alben

1. Converge: Jane Doe (2001)
Ein Meilenstein. Metal- und Hardcore verschmelzen zu einem Album, das mit seiner aggressiven Produktion und dem einprägsamen Artwork rundum gelungen ist. Immer wieder atemberaubend.
2. Fantomas: Director’s Cut (2001)
Nach dem Ableben von Faith No More ist dieses Album psychotisch vertonter Filmsoundtracks bestimmt mit ein Grund, für den Status des von vielen vergötterten Mike Patton.
3. Queens Of The Stone Age: Songs For The Deaf (2002)
Wer behauptet, dies sei das Album des Jahrzehnts, dem ist nicht einfach zu widersprechen.
4. The Mars Volta: De-Loused In The Comatorium (2003)
Man kann vom überaus kreativen Schaffen von Omar Rodriguez Lopez und Cedric Bixler Zavala halten was man will, die Klasse dieser Scheibe strahlt auch noch ins nächste Jahrzehnt.
5. A Perfect Circle: Thirteenth Step (2003)
Nur selten schimmern Alben wo „All Stars“ drauf steht so hell am Firmament wie hier.
6. The Dillinger Escape Plan: Miss Machine (2004)
Eines dieser Alben extremer Musik, das Grenzen auslotet, Schranken niederreisst und damit Pfade für viele ebnet.
7. Sigur Ros: Takk (2005)
In der zweiten Hälfte der letzten Dekade hat die Stilrichtung Post Rock wunderbare Blüten getrieben und obwohl die Isländer mit dieser Etikette kaum etwas gemein haben, ist die Atmosphäre ihrer Musik doch eine Art Quintessenz dieser Stilrichtung.
8. Neurosis: Given To The Rising (2007)
Neurosis waren live immer eine Klasse für sich, aber nach diversen zwiespältigen Alben erwies sich das Jüngste endlich wieder als eines, das kaum Patina ansetzt.
9. Meshuggah: Obzen (2008)
Diese Schweden sind ein Phänomen. Mit jedem Album wird die Messlatte höher gesetzt und werden neue Felder beackert. Immer wieder fragt man sich im Vorfeld, was noch kommen kann und veröffentlichen sie mit Obzen trotz aller Komplexität das schlüssigste Album ihrer Karriere. Weit und breit keine Verfolger in Sicht.
10. Mastodon: Crack The Skye (2009)
Das bisher beste Album einer Band, die nicht unerwähnt bleiben darf, wenn man nach dem heutigen State Of The Art im Heavy Metal fragt.
11. Radiohead: Kid A (2000)
12. Deftones: White Pony (2000)
13. Cave In: Jupiter (2000)
14. Muse: Origin Of Symmetry (2001)
15. Sophia: De Nachten (2001)
16. Tool: Lateralus (2001)
17. John Frusciante: To Record Only Water In Ten Days
18. Meshuggah: Nothing (2002)
19. Billy Talent: I (2003)
20. Blackmail: Friend Or Foe (2003)
21. Placebo: Meds (2006)
22. These Arms Are Snakes: Eastern (2006)
23. And You Will Know Us By The Trail Of Dead: So Divided (2006)
24. Oceansize: Frames (2007)
25. Gravenhurst: The Western Lands (2007)
26. Genghis Tron: Board Up The House (2008)
27. And You Will Know Us By The Trail Of Dead: The Century Of Self (2009)
28. The Flaming Lips: Embryonic (2009)


 


Isabel Vesti

Alben

1. Björk – Vespertine
Kein Album prägte mich so wie Vespertine. Unvergessen der Moment, in dem ich Pagan Poetry zum ersten Mal hörte. 2001, der Clip lief ungefähr drei Uhr morgens in der Sendung „Schlaflos“. Ich war nach jenem magischen Moment ganz ergriffen und konnte erst recht nicht schlafen.
2. The Books – The Lemon of Pink
Mein wohl meistgehörtes Album der Dekade. Manche nennen es “Folktronica”, für mich ist es World Music der etwas anderen Art. Faszinierend und vielschichtig. Und all diese Geschichten die hinter den Soundschnipseln stecken…
3. Broken Social Scene  – You Forgot It in People
Ein Album, das durch wunderschöne Melodien, Experimentierfreudigkeit und hervorragende Lyrics besticht.
4. Stars of the Lid – The Tired Sounds of Stars of the Lid
Ein tief bewegendes Werk voller behutsam arrangierter Lieder.
5. Sun Araw – Beach Head
Jemand sagte mal: Sun, surf & self-hypnosis. Ich denke, das trifft es sehr gut.

6. John Fahey –  Red Cross
7. Boards of Canada –  Geogaddi
8. James Blackshaw – Sunshrine
9. múm –  Finally We Are No One
10. Double Leopards –  Halve Maen
11. Sonic Youth –  NYC Ghosts & Flowers
12. Spires That in the Sunset Rise – This Is Fire
13. Sigur Rós –  ()
14. Jack Rose –  Dr Ragtime & Pals
15. The Microphones –  The Glow Pt. 2
16. Ryan Adams –  Heartbreaker
17. Joanna Newsom –  The Milk-Eyed Mender
18. Grouper –  Wide
19. Converge –  Jane Doe
20. Clint Mansell –  Requiem For A Dream (Soundtrack)

Songs

1. Björk –  Undo

Für mich der Höhepunkt auf Vespertine. Björks sinnliche Stimme unterlegt mit minimalistischen Beats, wunderschönen Streicherarrangements und lieblich gehauchten Chorgesängen. Eines dieser Lieder mit heilenden Kräften.
2. The Books – There Is No There
Hört sich in etwa so an, wie der Blick durch ein Kaleidoskop ausschaut.
3. Broken Social Scene – Cause = Time
Dieser Song = Grossartig
4. Stars of the Lid – Requiem For Dying Mothers, Part 2
Mit einem Lächeln auf den Lippen, den letzten Atemzug nehmend, die Augen schliessen und einschlafen – für immer. Ist das eine eher traurige oder eine euphorisierende Vorstellung? Schwierig. Ich weiss es nicht. Das Hundewinseln am Ende ist schlicht herzzereissend.
5. múm – The Land Between Solar Systems
Dieses Lied bringt mich fast um den Verstand.

6. Sun Araw – Horse Steppin’
7. Joanna Newsom – Cosmia
8. Boards Of Canada –  Corsair
9. The Microphones –  The Moon
10. James Blackshaw –  Sunshrine