Exit Music
Jahrescharts 2005 der Redaktion
Jahrescharts 2005 der Redaktion

Jahrescharts 2005 der Redaktion

Erstellt am: 15.01.2006
Autor:
Erstellt am: 15.01.2006   Autor:

Specials

die Top 5 Alben und Songs der Redaktion

Gleichzeitig mit den Jahrescharts der Leser veröffentlicht ::exit.music:: auch die einzelnen Jahrescharts der Teammitglieder. Wir wünschen viel Vergnügen bei der Lektüre.

Magdalena:

Alben

1. Andrew Bird – The Mysterious Production of Eggs
Andrew Birds Songs zeugen davon, dass der Mann ein Genie ist. Originell
und intelligent, herzzerreissend schön, aber immer mit einem ironischen
Augenzwinkern versehen. Ausserdem ist er der beste Pfeifer, den ich je
gehört habe. Abgesehen von Otis Redding natürlich.

2. Art Brut – Bang Bang Rock’n’Roll
Da drauf singt Eddie Argos:„Stay off the crack!“. Drogen brauchen wir
gar nicht, wir haben ja jetzt Eddie, der uns glücklich macht.

3. Ghinzu – Blow
Dieses Album ist einfach so was von unglaublich cool, dass es mir schwer fällt, noch mehr dazu zu sagen.

4. Bright Eyes – I’m Wide Awake, It’s Morning und Digital Ash In A Ditigal Urn
Naja, Conor Oberst ist nicht von ungefähr mein Musikgott. Die zwei
Alben sind zwar technisch gesehen grundverschieden (Country und Folk
einerseits, elektronische Beats und Synthesizer andererseits). Conor
Oberst, dem Genie, ist es aber gelungen, beiden Alben seinen sehr
eigenen Stempel aufzudrücken. Wie immer zu Tränen rührend schön. Das
wärmt das Herz nicht nur an kalten Wintertagen.

5. Stars – Set Yourself On Fire
Eine meiner liebsten Neuentdeckungen dieses Jahres. Die Harmonie
zwischen Torquil Campbell und Amy Millan ist umwerfend und kreiert eine
wunderbar intime Stimmung. Da darf’s ruhig auch mal ein bisschen
ausufern und pathetisch werden.


Songs

1. Ryan Adams – Magnolia Mountain
Der Song bewegt sich zwar nah an der Grenze zum Kitsch, aber solch
honigsüsse Klänge wärmen vor allem im Winter ganz ausgezeichnet.

2. Katia B – Are You Sleeping?
Hört man genau hin, so bemerkt man das stete Geräusch des
Telefonfreitons, das sich durch den ganzen Song zieht. Solche Details
machen’s aus. Dazu das Klavierspiel von Egberto Gismonti, die relaxten
Beats und Katia Bs Stimme. Perfekt.

3. Rilo Kiley – Portions For Foxes
Ich bin ein Fan von Rilo Kiley und von „Portions For Foxes“. Das ist
Indie-Pop und Lebensfreude pur (trotz der, sagen wir mal, etwas
fatalistischen Lyrics). Bei diesem Song will man hüpfen und mitsingen
und alle Sorgen vergessen.

4. The Havenots – Undecorated
Meine Prognose: Sophia Marshall wird Heather Nova als Oberelfe ablösen.
Bestätigen tut sie das in „Undecorated“. Dabei ist die gute Dame erst
knapp zwanzig.

5. Bright Eyes – Landlocked Blues
Unglaublich wie Conor Oberst mit erst 25 solch zeitlose Meisterstücke wie „Landlocked Blues“ schreiben kann.



Isabella:

Alben

1. Babyshambles – Down In Albion
Eine Platte mit Suchtpotenzial. Man kann sie immer und immer wieder
hören. Mit jedem Mal wird sie attraktiver und man entdeckt sie immer
wieder von Neuem.

2. Sigur Rós – Takk…
Geht durch Ohren und Herz. Zweiteres jedoch verlässt es bestimmt nicht wieder.

3. White Stripes – Get Behind Me Satan
Die Hülle bleibt rot, weiss, schwarz, doch im Innern offenbart sich eine weit grössere (Klang)farben-Vielfalt.

4. Queens Of The Stone Age – Lullabies To Paralyze
Dieses Album wiedergibt die musikalische Entwicklung von QOTSA und
bildet zusammen mit ständig neuen Ideen eine wunderbare klangliche
Landschaft. Lullabies To Paralyze ist mehr als die Summe der einzelnen
Songs.

5. Bright Eyes – I’m Wide Awake It’s Morning
So leise und traurig wie das Album beginnt, so überwältigend gebärt
sich sein Abgang. Dazwischen entwickelt sich eine Gefühlswelt, die die
eigenen Gedanken und Empfindungen widerspiegeln.

Songs

1. Lizz Wright – Stop
Eine einzigartige Stimme, die unter die Haut geht.

2. White Stripes – My Doorbell
Wie von selbst schlägt der Puls höher, die Knie zucken und die Finger beginnen zu schnippen.

3. Bright Eyes – We Are Nowhere And It’s Now
Raum und Zeit verlieren ihre Bedeutung. Ein neues Universum offenbart sich, grenzenlos und unantastbar.

4. Queens Of The Stone Age – Little Sister
Meine persönliche Rockhymne des Jahres. Die Schönheit liegt in der Schlichtheit.

5. Madrugada – The Kids Are On High Street
Mit diesem Song bricht Madrugada endgültig aus der Kargheit aus. Ein
gedankenverlorener, gemächlicher und fast perfekter Popsong.


Tobias:

Alben

1. Gianluigi Trovesi & Gianni Coscia – Round About Weill
Originell und vor Ideen sprühend, schön anmutig und vergnüglich. Wunderbarer Jazz aus Italien, für Geist und Herz.

2. Antony and the Johnsons – I am a bird now
Wunderbar traurig, rührt mich jedes Mal zu Tränen.

3. The Decemberists – Picaresque
War mir schon beim ersten Hördurchgang sicher, dieses kleine
Meisterwerk in meinen Jahrescharts wieder zu finden. Hat nichts mit
hellseherischen Fähigkeiten meinerseits zu tun, das ist halt wirklich
nur schlicht fantastisch.

4. Diverse Interpreten – Hip To The Jive
Dieseskleine Schmuckstück ist wahrscheinlich die Scheibe, die ich 2005 am
meisten gehört habe. Eine völlig brillante Zusammenstellung aus schon
ziemlich betagten, aber höchst stilvollen und unablässig groovenden
Jazz/Latin/Ska/R’n’B/Pop-Raritäten. Hab eigentlich immer noch nicht
genug davon, ich geh wieder tanzen.

5. Element of Crime – Mittelpunkt der Welt
Vielleicht bin ich ja wirklich ein Fankind, aber das Album entspricht
schlicht zu sehr meinen Wünschen, als dass ich nicht jedes Mal völlig
entzückt wäre. Ein Hochgenuss.

Songs

1. Sufjan Stevens – Chicago
Ein Stück wie ein Traum, hat vermutlich alles was ein Klassiker braucht.

2. The Quantic Soul Orchestra – Paintings And Journeys
So viel Groove und Frische wie diese Afrobeat-Funk-Bombe bot dieses
Jahr nicht viel. Natürlich ist das nicht wirklich genial, aber
trotzdem: Zu stilvoll, zu lässig, zu hübsch und zu viel gehört, um
nicht zu meinen Jahres-Lieblingen zu gehören.

3. John Legend – Stay With You
Etwas zu kitschig? Ja vielleicht … nein, eigentlich ja ganz sicher.
Aber vor allem eins ist diese zarte Soulballade: Wunderschön.

4. The Decemberists – The Mariner’s Revenge Song
Teuflisch gut – wer’s kennt, weiss was ich meine.

5. Ry Cooder – Chinito Chinito
Wahrscheinlich nicht das beste Stück des sehr gelungenen Albums,
allerdings mein Sommerhit und Ohrwurm des Jahres … reicht, um’s hier
zu erwähnen.


Severin:

Alben

1. La Phaze – Fin De Cycle
So weit der spektakulärste und schnellste Genremix, der tatsächlich funktioniert.

2. The Raspoutine Smoked Band
Unvergleichliche Schweizer Band

3. Esthero – Wikked Lil` Grrrls
Andere versuchen es mit Gewalt, bei ihr funktionierts einfach.

4. Tres Coronas – Nuestra Cosa
Halten meine bescheidene Hoffnungen am Leben, dass Hip Hop nicht ausgestorben ist.

5. Joana Zimmer – My Innermost
Ermahnt mich, dass gute Musik keine Selbstverständlichkeit ist.

Songs

1. Nada Surf – Your Legs Grow
Erinnert mich an einen bestimmten Menschen.

2. The Raspoutine Smoked Band – Jorn
Einzigartiger Track. Einzigartig im eigentlichen Sinne.

3. KT Tunstall – False Alarm
Eigentlich nichts Besonderes, lief aber im richtigen Moment, um sich bei mir festzusetzen.

4. Glashaus – Bis Zum Mond Und Zurück
Macht mich glauben, dass es so etwas wie deutschen Soul wirklich gibt.

5. Nikka Costa – I Gotta Know
Funky..! Keine Ahnung, ob er irgendwelche Ansprüche erfüllt, die übers
„gut klingen“ hinausgehen, aber das zumindest klappt gut.


Nadja:

Alben

1. Babyshambles – Down In Albion
Von diesem Album habe ich erstmal 100 Kopien angefertigt und sie an
allen möglichen Orten versteckt, im Falle eines Brandes oder Ähnlichem.
Was eigentlich bereits alles sagt.

2. Scout Niblett – Kidnapped By Neptune
Manchmal unheimlich, manchmal toll. Alles in allem: Unheimlich toll.

3. Bright Eyes – I’m Wide Awake It’s Morning
Bringt sicher durch den Winter. Und durch den Rest des Jahres.

4. John Legend – Get Lifted
In London gekauft, in London gehört und in London lieben gelernt,
ausserdem auch in London breiten Grinsens damit durch die Strassen
geschlendert.

5. Yann Tiersen – Les Retrouvailles
Weckt das unbändige Verlangen, Pfirsichschnaps zu trinken und spontan nach Paris zu fahren.

Songs

1. Howie Day – Collide
Um die Helden zu zitieren: „Wer dafür keine Tränen hat, wird morgen
blind. Wenn ihr das nicht liebt, was dann?“. Des Weiteren nicht aus
klaren Zürcher Nächten wegzudenken.

2. Bright Eyes – The First Day Of My Life
Definitiv einer der schönsten Songs überhaupt. Kein anderes Lied hält so viele Hände.

3. Zero 7 – Somersault
„Wie eine Decke, die Dich zudeckt. Wie eine Zunge, die Dich ableckt.
Wie eine Stimme, die beim Tischfussball zu Dir spricht: Klapp‘ Deine
Männchen weg, den Rest mach‘ ich.“

(Jens Friebe)

4. Caesars – Jerk It Out
Vermittelt das Gefühl, dass das Leben mit offenen Armen vor einem steht und sagt: „Mach dir keine Sorgen, alles wird gut.“

5. Aqualung – Brighter Than Sunshine
Wäre dieses Lied eine Farbe, so wäre es ganz bestimmt Perlmuttweiss.



Michael:

Alben

1. …And You Will Know Us By The Trail Of Dead – Worlds Apart
Alternative Rock-Musik anno 2005.

2. The Mars Volta – Frances The Mute
Wenn ganz Grosses noch wachsen kann…

3. At The Drive-In – This Station Is Non-Operational
Ein Vermächtnis noch mal!

4. Turin Brakes – JackInABox
Reduziert auf das Wesentlichste!

5. Kaizers Orchestra – Maestro
Steht schon alles im Review…

Songs

1. …And You Will Know Us By The Trail Of Dead – The Best
Intensität, welche nicht zu überbieten ist.

2. Kaizers Orchestra – Dieter Meyers Inst.
Steht doch alles im Review.

3. Cohesion – From Butterfly To Chrysalis
Tritt in Magen.

4. The Mars Volta – Cygnus… Vismund Cygnus
Ich hätt’s genau so gemacht, wenn ich denn könnte.

5. Turin Brakes „Red Moon“
Wunderbar, flockig, popig und aber auch irgendwie rockig – wenigsten ein klein wenig.



Rafael:

Alben

1. Emilie Simon – La Marche De L’Empereur OST
Der Soundtrack zum Pinguin – Film von Luc Jacquet bringt die Antarktis
ins Wohnzimmer. Das ewige Eis spürt, hört, sieht und riecht man
förmlich. Wahnsinnig atmosphärisch!

2. Ja König Ja – Ebba
Deutschsprachige Musik auf ihrer neuen Stufe: Barockpop nennt sich das
und beinhaltet die besten Texte dieser Zeit. Der Aufbau und die
Arrangements auf „Ebba“ sind meisterlich.

3. Clap Your Hands Say Yeah – Clap Your Hands Say Yeah
Ein Sommernachtsfest, dieses bahnbrechende Debut. Herrlich euphorischer
Indierock, der einem gnadenlos in seinen Bann zieht und bis zum Heulen
bringt.

4. Camille – Le Fil
Die sympathisch-kecke Französin liefert ein enorm innovatives Album ab:
Jeder Song beginnt und endet auf demselben Ton (h) und trotzdem
herrscht eine Vielfalt von Elektro-, Vokalmusik bis Chanson.

5. Dungen – Ta Det Lugnt
Der Re-Release dieses unbekannten Juwels war dieses Jahr und liess mich
schicksalhaft am phänomenalen „Ta Det Lugnt“ teilnehmen. Musik wie
Feuer!

Songs

1. The Wedding Present – Interstate 5
Exzellenter Aufbau und wunderbare Melodieführung. Gehört live (am For
Noise Festival) zu den emotionalsten Momenten, die Musik erreichen
kann. Wow!

2. Erdmöbel – Für die nicht wissen wie
Wie viel Energie und Frische hier drin steckt, ist faszinierend.
Erdmöbel gelingt ein ausgezeichneter Song, der auch durch den
treffenden Text sehr berührt.

3. Laura Veirs – Galaxies
Pop 2005 muss so klingen, dann ist es neuer, moderner Pop, vielleicht auch so gut, wie noch nie!

4. The Go- Betweens – This Night’s For You
Die Altmeister sind live eine Granate und bieten auf ihrem
hervorragenden Alvum „Oceans Apart“ eine Hitliste sondergleichen. „This
Night’s For You“ vielleicht als eingänglichstes Beispiel daraus.

5. Julia Hummer & Too Many Boys – Boxy, Where Are The Spangles
Der jugen, deutschen Schauspielerin Julia Hummer gelingt es, auch
vorzügliche Musik zu machen. Ihr warmes und schönes Debut ist ein guter
Start, „Boxy, Where Are The Spangles“ gleich ein Song, der
seinesgleichen sucht.


Ivana:

Alben

1. Depeche Mode – Playing The Angel
Who’s that shouting? Dave The Revelator.

2. Fiona Apple – Extraordinary Machine
L’enfant terrible at its best. Augenzwinkernde Verschrobenheit.

3. Ian Brown – The Greatest
Nomen est omen!

4. Bloc Party – Silent Alarm
Die Newcomer des Jahres.

5. Art Brut – Bang Bang Rock’n’Roll
Verlierertypen haben Hochkonjunktur, so auch Eddie Argos. We love you, Eddie!

Songs

1. Autechre – Pro Radii
Destruktivität in ihrer reinsten Form. Euphorisch, morbid, abgefuckt, genial.

2. Natalie Merchant – She Devil
Eine Stimme, die unter die Haut geht und Musik, die Dämonen vertreibt.

3. Matt Elliott – The Maid We Messed
Lebst du noch oder stirbst du schon? Call 911.

4. Depeche Mode – John The Revelator
siehe Top 5 Alben

5. David Gray – Nos Da Cariad
Was Schlosshunde hören, bevor sie heulen.


Philipp:

Alben

1. Scumbucket – Kiss than Kind
Ich hab mich ja schon vor längerem als Fan dieser Truppe geoutet und
bestehe weiterhin darauf. Das diesjährige Album schliesst nahtlos an
die bisherigen vier Perlen an, überzeugt mit perfektem Gitarrenspiel,
traumhaften Melodien sowie der einmalig passenden Mixtur aus Härte,
Finesse und Disharmonischer Harmonie.

2. Modey Lemon – the curious city
Das perfekte Album um überschüssige Energie loszuwerden, sehr dreckig,
rau, hart, aggressiv und trotzdem musikalisch anspruchsvoll und
detailreich.

3. Ghinzu – Blow
Die Belgier bauen die wohl stabilsten Brücken zwischen verträumten Melodien und
gewaltigen, gitarrig-elektronischen Manischen Episoden. Macht im
Marjiuana-Rausch genauso Spass wie im Bett oder während einer
Eigernordwandbesteigung und führt im Strassenverkehr zugeführt
garantiert zu massiven Tempoüberschreitungen.

4. Jessica Fletchers – Less sophistication
Die CD ist zwar ziemlich spassig und eignet sich auch bestens um an den
von mir so verhassten Partys abgespielt zu werden, trotzdem gefällt sie
durchwegs. Absolut 60s, die hammergeile Hammondorgel sowie 2
überzeugende Liveauftritte verschafften der Band einen Platz unter den
besten 5. (der Vorgänger “what happened to the?“ macht übrigens auch
grausam Spass)

5. Art Brut –  Bang Bang Rock’n’Roll
Hier passen zuerst die arschkalten, grausam einfachen und doch
wahnsinnig unterhaltsamen, überlegten Texte, die mit dem wohl
spektakulärsten englischen Akzent ever gesungen werden, bei mehrmaligem
hinhören kommt noch dazu, dass das Gespielte sehr gut rockt. “I’ve
seen her naked, TWICE…“

Songs

1. Modey Lemon – Sleep Walkers
Selten ein Stück gehört, dass mehrmals dermassen Spannung aufbaut, um
diese dann in wüst-genialem Gitarrenkrach explodieren zu lassen, ohne
jedoch den Fluss oder die Kraft aus dem Stück zu nehmen. (Gleich
mehrere ähnlich brutale Knaller finden sich übrigens auf dem Debut
“Thunder & Lightning“)

2. The Blue Van – Coeur de Lion
Noch mehr Rock’n’roll geht gar nicht. Ein ganz grosser Pluspunkt ist
der Aufbau / die Struktur des Stücks, welches vor allem Live gespielt
unwahrscheinlich knallt und sehr viel Freiraum für Improvisation
zulässt, dass das Stück nicht nur den (einen) Höhepunk ihrer Konzerte,
sondern auch der Platte darstellt (nicht ganz, alle anderen Stücke sind
auch empfehlenswert).

3. Death from above 1979 – Romantic Rights
Dass dermassen viel sowie harter Rock aus einem Bass und einem
Schlagzeug rauszuholen ist grenzt an ein Wunder. Arschkaltes Chaotentum
mit ganz grossem Ausraster.

4. Scumbucket – Images of devils burn
Ebelhäusers Prachtriff des Jahres, live wird es einem zwar nur an
Blackmail-Konzerten als Zugabe, dafür in einer nicht enden wollenden
20minütigen Gitarrenorgie und doppelt so deftig wie auf dem Album um
die Ohren gehauen, sodass mein Rücken vor lauter kalten Schauern
Temperaturen jenseits des Gefrierpunktes ertragen musste, dies jedoch
gerne in Kauf nahm. Besser geht nicht.

5. Ghinzu – High Voltage Queen (the reign of)
Das Stück ist zwar im Vergleich zu anderen auf dieser Platte relativ
unscheinbar (z.B. Blow, Cockpit Inferno, Do you read me, Mine,…),
trotzdem will es mir nicht mehr aus dem Kopf. Es hat eine ganz
eigenartige Ruhe an sich, fordert aber trotzdem heraus und ist
sackstark gespielt.