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Genre Guide: Post-Rock Geheimtipp ABC (2)
Genre Guide: Post-Rock Geheimtipp ABC (2)
Erstellt am: 13.11.2010   Autor:
13.11.2010 – Autor: Philipp Gautschi

Specials

Genre Guide: Post-Rock Geheimtipp ABC (2)

Im zweiten Teil widme ich auch denjenigen Bands, welche als ‚bekannt‘ gelten, einen kurzen Eintrag. Wie immer sind Ergänzungen und Verbesserungen seitens der Leserschaft erwünscht (Teil I: A-H wird bei Gelegenheit noch überarbeitet bzw. vervollständigt.

I Am The Architect (Münster, NRW, Deutschland)
Sehr verträumter, friedlicher Pstrck. Sensationelle Kombination von Elementen der elektronischen, klassischen sowie wuchtig-gitarrenlastigen Musik. Ganz dicker Geheimtipp.
http://www.myspace.com/youarethearchitect

 

Immanu El (Göteborg, Schweden)
Eher düster-friedlicher Indierock als Pstrck. Dank ausgiebigen Instrumentalteilen, sowie der zutiefst grundfriedlichen Atmosphäre jedoch äusserst hörenswert.
http://www.myspace.com/immanuelband

Inertia Blooms (Birmingham, UK)
Ziemlich verspielter Indierock / Alternative mit dezenten Mathrock-Anleihen, relativ nerviger Gesang, jedoch spannende Tempowechsel innerhalb der bis zu 9 Minuten dauernden Songs.
http://www.myspace.com/inertiablooms

Jeniferever (Uppsala, Schweden)
Dezenter, trauriger Gesang trifft auf ebenso friedliches Gitarrenspiel, z.T. an zurückhaltenden Indiepop à la Mew erinnernd, trotzdem immer wieder verstörende Songstukturen.
http://www.myspace.com/jeniferever

Jesu (UK)
Pflichtprogramm für jeden Postrock / Postmetal Konsumenten. Perverse Gitarrenwände, angenehme Langsamkeit, zum Gesamtkunstwerk passender Gesang.
http://www.myspace.com/jesu

Joy Wants Eternity (Seattle, USA)

Zeitlose, zutiefst depressive und entsprechend traumhaft schöne Instrumentalmusik. Angenehme, nicht allzu heftige, überschaubare Gitarreneruptionen.
http://www.myspace.com/joywantseternity

Kid Ikarus (Schweiz)
Die Postrock-Neuendeckung des Jahrzehnts kommt aus heimischen Gefielden. Breites klangliches Spektrum von sehr zart bis sehr wuchtig.
Rezension „Kid Ikarus“
http://www.myspace.com/ikaruskid

Kilowatthours (Louisville, USA)
Keine Ahnug, wie ich zu dieser Platte kam 🙂 Wunderbare Ambient-Band, sehr reduzierte Klanglandschaften, konstant leise und zurückhaltend gespielt. Manchmal seltsam elektronisch.
http://www.myspace.com/kilowatthoursisdead

King Sigh (Scherpenheuvel, Belgien)
Angenehm psychedelischer, verspielter, junger, kreativer, ‚hoffnungsvoller‘ Postrock. Glockenspiel, Melodieführung u.ä. nehmen dem Sound z.T. die für Pstrck typische, endzeitliche Grundstimmung
http://www.myspace.com/kingsigh

København Store (Piacenza, Italien)
Italien gilt nicht zwingend als Hochburg des Instrumentalrocks. Entsprechend spannend klingen København Store. Sehr kreativ und eigenwillig, z.T. angenehme, skandinavisch anmutende Dreampop-Elemente.
http://www.myspace.com/kobenhavnstore

Koan (Moskau, Russland)
Rein elektronischer, psychedelischer Chillout aus Russland. Klingt wie Chillout 🙂
http://www.myspace.com/koantunes

Kodiak (Gelsankirchen, Deutschland)

Herrlich experimenteller ‚downtempo‘ Pstrck. Zappenduster, enorm langsam gespielt, die LP ‚S/T‘ besteht aus 2 Stücken und dauert knappe 40 Minuten. Was „Black Earth“ von Bohren & der Club of Gore für den Jazz ist, sind Kodiak für den Pstrck. Herrlich.
http://www.myspace.com/kodiaksoundscapes

Kom (Dortmund, Deutschland)
Melancholisch, etappenweise sehr skurril, entsprechend anspruchsvoll. Fein gestreute Bläser- sowie Gesangspassagen, immer wieder wunderbar reduzierte Gitarrenparts.
http://www.myspace.com/wwwkomkomnet

Leech (Zofingen, Schweiz)
Die Urgesteine der schweizer Postrockszene. Sphärisch, schwebend, wunderbar konstruiert. Kennt man.
Rezension „The Stolen View“
http://www.myspace.com/leechofficial

Les Fragments De La Nuit (Versailles, Ile-de-France, Frankreich)
Experimentelle klassische Musik. Violinen, Violoncello, Piano und experimenteller Gesang. Eigenwillige düstere Kompositionen; auf dieser Liste aufgrund der sehr emotionalen, dem Pstrck verwandten Klangwelten.
http://www.myspace.com/lesfragmentsdelanuit

Lird Van Goles (Schwyz, Schweiz)

Eher verschrobener Progrock, chaotisch-kreativ-wahnsinnig; Lieblingsnachwuchsband 🙂
Rezension „Who Set That Fire“
http://www.myspace.com/lirdvangoles

Long Distance Calling (Münster, Dortmund, Berlin, Deutschland)
In meinen Ohren die heftigste Deutsche Pstrck Band; dezent elektronisch unterstützt, herrlich konstruierte, gefühlvoll aufgeschichtete Strukturen, brutale, orgiastische Gitarrenwände (gut, der Blackmail-Ebelhäuser hatte beim letzten Album die Finger im Spiel…)
http://www.myspace.com/longdistancecalling

Loss Of A Child (London, UK)
Sehr vielseitiger, zwischen heftigem Metal und friedlichem, pianolastigem Ambient pendelnder Pstrck. Erstaunlich kurze Stücke.
http://www.myspace.com/lossofachild

Maserati (Athens, USA)
Seit 2001 aktive, in den Staaten erheblich bekanntere Band. Psychedlisch, sphärisch, angenehm hart, ansonsten relativ unaufdringlich, relativ nahe am Explosionsinthesky.
http://www.myspace.com/maseratirocks

Mix The Colours Right (Aarsele, Belgien)

Postrock-Projekt des belgischen Musikers Kristof Braekevelt. Angenehm reduziert, sehr intensive, traumhafte Soundscapes. Äusserst empfehlenswert.
http://www.myspace.com/mixthecoloursright

Mogwai (Glasgow, Schottland)
Die Überväter des Pstrck, genauere Eläuterungen wären Zeitverschwendung.
Rezension „Special Moves/Burning“
http://www.myspace.com/mogwai

Mono (Tokyo, Japan)
Meine Gitarrengötter. Feinfühliger, intensiver und heftiger gehts kaum. Wer Mono nicht liebt ist ein Musikbanause.
Rezension „Hymn to the Immortal Wind“
http://www.myspace.com/monojp

Moving Mountains (New York, USA)

Sehr amerikanischer Postrock. Spielerisch sehr gut, leider durch diesen typisch amerikanischen, mühsam-leidenden Screamogesang verhunzt.
http://www.myspace.com/movingmountainsmusic

Moya (Minsk, Weissrussland)

Sehr exotisches, experimentelles Ein-Mann Projekt. Musikalisch irgendwo zwischen Mozart, Eluvium und den Bondage Fairies. Sehr krank, sehr gut.
http://www.myspace.com/bandmoya

Neil On Impression (Forli, Italien)
Traurig-vertäumter, dank Bläsern, Piano- und Violinen sehr vielseitiger, oft auch jazzig angehauchter Pstrck. Gemütliche Träumereien werden immer wieder von kräftigen Gitarrenausbrüchen unterbrochen bzw. ergänzt.
http://www.myspace.com/neilonimpression

Once We Were (Göteborg, Schweden)
Ziemlich entspannter, melodischer, ’schüchterner‘, leicht mathematischer Pstrck. Wenige Ausbrüche, kaum Wahnsinn, dafür viel Gespür und nette Melodien.
http://www.myspace.com/oncewewere

Our Ceasing Voice (Innsbruck, Österreich)
Sehr spannende, zarte, traumhaft schöne Musik. Das Stück ‚The Inevitable Fall‘ ist mit Monos ‚Yearning‘ auf Augenhöhe. Postrock auf allerhöchstem Niveau, kalte Schauer garantiert. Für Interessierte: Dringend anhören!!!
http://www.myspace.com/ourceasingvoice

Overdrive Amp Explosion (Fribourg, Schweiz)
Westschweizer Musik auf spielerisch hohem Niveau. Verspielte, teils fröhliche Gitarrenmelodien. Relativ wenig Variation; seltener, jedoch passender Gesang.
http://www.myspace.com/overdriveampexplosion

Pan Spherics (Brüssel, Belgien)
Sehr intensives, leidenschaftliches Gitarrenspiel, elektronisch sowie mittels Piano verfeinert. Reduziert, gemütlich, anspruchsvoll, keine ‚Schlagmichtot‘-Gitarrenwände.
http://www.myspace.com/panspherics

Pelican (Chicago, Illinois, USA)
Muss man kennen. Post-Metal der brachialeren Art. Gitarren, die wie Kettensägen klingen. Jedenfalls ein eidrückliches Liveerlebnis…mein Genick spürt die Folgeschäden noch heute.
http://www.myspace.com/pelican

Pet Slimmers Of The Year (Peterborough, UK)
Post-Metal, verwandt mit Pelican, vielleicht ein kleines bisschen gefühlvoller. Sehr wuchtige, harte, jedoch saubere Gitarrenarbeit. Stücklänge selten unter 9 Minuten, entsprechend vielschichtig, wieder was ungesundes fürs Genick.
http://www.myspace.com/petslimmersoftheyear

PG. Lost (Norrköping, Schweden)
Setze ich auch als ‚bekannt‘ voraus. ‚Einsteigerpostrock‘, welcher die ganze Bandbreite dieses wundervollen Genres abdeckt. Sehr schön, sehr gefühlvoll, sehr intensiv.
http://www.myspace.com/pglost