Exit Music
Genre Guide: Post-Rock Geheimtipp ABC (1)
Genre Guide: Post-Rock Geheimtipp ABC (1)
Erstellt am: 23.10.2010   Autor:
23.10.2010 – Autor: Philipp Gautschi

Specials

Genre Guide: Post-Rock Geheimtipp ABC (1)

Bands wie Mogwai, Sigur Ros, Mono, Explosions In The Sky, Red Sparowes, Leech, Long Distance Calling oder This Will Destroy You erreichen mittlerweile eine relativ grosse Zuhörerschaft. Das Genre Postrock hat jedoch einiges mehr zu bieten. Hier ein paar äusserst hörenswerte Bands, welche dem gitarrenlastigen, instrumentalen Wahnsinn frönen.

Audrey (Stockholm, Schweden)
Vier Schwedinnen, die eigentlich eher ruhigen Alternativerock/Indiepop als Pstrck spielen. Aufgrund der wunderbaren Streicher und der sauber im Hintergrund werkelnden Gitarre kann trotz nettem Gesang (alle 4 bandmitgliederinnen singen) von Postrock gesprochen werden.
http://www.myspace.com/audreyswe

The American Dollar (New York, USA)
Mit ordentlich Elektronik und Piano verfeinerter, an Explosions In The Sky erinnernder Pstrck. Schön konstruiert, unaufgeregt. Meiner Ansicht nach düften die Stücke ausführlicher sein bzw. länger dauern.
http://www.myspace.com/theamericandollarmusic

Bathyscaphe (Tennessee, USA)
Sehr psychedelisch, repetitiv, düster. Zum Teil eher verstörendes, experimentelles Klanggebastel als geniessbare Musik.
http://www.myspace.com/bathyscaphetn

Because of Ghosts (Melbourne, Australien)

Mit Glockenspiel und Weingläsern unterstützter, eher verschrobener Pstrck. Schöne Variation zwischen langsam-gemütlich-trägem und rasant-haspligem Spiel. Nicht selten wunderbar Dissonant.
http://www.myspace.com/becauseofghostsband

Below The Sea (Montreal, Kanada)

Drogenschwangerer, sphärischer, völlig verträumter Pstrck. Zum Teil experimentelle, schwebende Soundkonstruktionen, jedoch immer wieder wunderbar eingängliche, freundliche Gitarrenthemen.
http://www.myspace.com/belowthesea

The Coma Lilies (Santa Rosa, USA)
‘Klassischer’ Postrock, irgendwo zwischen Red Sparowes und Mono. Eher zügig gespielt, vielseitig instrumentiert, sensationell komponiert. Wunderbare, heftige Leise/Laut-Wechsel. Sehr angenehm.
http://www.myspace.com/thecomalilies

Crёvecoeur (Frankreich)
Instrumentaler Pop-Folk. Urchig, unverstärkt, mit Anleihen aus Surf-Rock, Country (Steelguitar) und Südamerikanischer Musik (Mariachi-Bläser). ’ne Geige übernimmt den melodiegebenden Part der Stromgitarre, sehr eigenwillig, niedlich und seltsam.
http://www.myspace.com/wearecrevecoeur

Daturah (Frankfurt/Main, Deutschland)
„Shoal“ ist ein knapp 16 Minuten dauerndes, episches Meisterwerk. Sehr gemächlich aufgebaut, dunkle Grundstimmung, filigranes Gitarrenspiel und wunderbar heftige, nosige Ausbrüche.
http://www.myspace.com/daturah

Double Handsome Dragons (Peterborough, England)

Verspielte, elektronisch geprägte, grundsätzlich freundliche, leicht nervöse Musik mit heftigen, wirren, beinahe skurrilen Ausrastern. Sehr gelungenes Zusammenspiel von elektronischen Sounds und harten Gitarren. Immer wieder wunderbar gespielte Soli.
http://www.myspace.com/doublehandsomedragons

Eno (Zürich, Schweiz)
Zwei-Mann Band. Entsprechend wird häufig und gekonnt geloopt. Wunderbar zärtlich aufgebaute Klangwelten, zeitweise enorm druckvoll. Stücklänge selten unter 8 Minuten.
http://www.myspace.com/wirwarenineno

Everything We Used to Be (Antwerpen, Belgien)
Die jungen Belgier spielen unaufdringliche, kleine, nette Lieder. Keine Aggression, keine Ausraster. Passagen- bzw. Stückweise gewöhnlicher Indierock mit schwächelndem Gesang. Sehr niedlich dank ’Anfänger-Charme’.
http://www.myspace.com/everythingweusedtobe

Final Light (Cardiff, Wales)

Klassische Musik. Hauptsächlich Klavier und Streicher, vereinzelt elektronisch unterstützt, dann in Richtung Drum’n’Bass tendierend. Sehr filigranes Gitarrenspiel. Klanglich an Eluvium erinnernd. Winterlich, tieftraurig, wunderschön.
http://www.myspace.com/finallight1

From The Sky (London, England)
Herrlich emotionaler, insgesamt düsterer Pstrck. Heftige Gitarrengewitter, brachiale Klangwände, eine Wucht. Trotzdem mit sehr viel Feingefühl gespielt. Spannende, ruhige Passagen. Grosser Geheimtipp.
http://www.myspace.com/fromthesky

Glittering Blackness, Fall (Daejeon, Südkorea)
Um längen entspannter als Mono, klanglich jedoch nah verwandt, Dies soll was bedeuten! Glittering Blackness, Fall aus Südkorea treiben das langsame, gefühlvolle Aufbauen sowie das gekonnte, emotional kaum fassbare Zerstören eines Stücks auf die Spitze. Kalte Schauer garantiert, z.Z. mein absoluter Favorit.
http://www.myspace.com/glitteringblacknessfall

Halo Of Pendor (Göteborg, Schweden)
Ambient / Chillout mit Pianounterstützung. Ideal für schöne Sommertage an Gewässern (warum auch immer) lieblich, verspielt, sehr selten mit Gitarren.
http://www.myspace.com/haloofpendor

Heirs (Melbourne, Australien)
Düstere, böse Musik. Nahe am Industrial/Gothic. Teilweise experimentell und verstörend, jedoch immer wieder angenehm flächig und voluminös gespielt.
http://www.myspace.com/heirsmusic