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Das Beste im Detail: Die Autoren-Rankings
Das Beste im Detail: Die Autoren-Rankings
Erstellt am: 24.12.2008   Autor:
24.12.2008 – Autor: Redaktion

Specials

Das Beste im Detail: Die Autoren-Rankings

Listenwahn, Teil 2: Die Rankings der einzelnen Autoren

Wie in den vergangenen Jahren nachfolgend die individuellen Bestenlisten … oder auch: Wie es Portishead gleich zweimal an die Spitze unserer Gesamtbestenlisten schafften.

 

Tobias Imbach

Alben

1. Portishead – Third
Wie die totgeglaubten Trip Hop-Heroen Portishead nach zehnjähriger Pause klingen würden, war nur schwer zu erraten. Heute wissen wir mehr: anders, aber mindestens gleich gut.

2. Fleet Foxes – Fleet Foxes
Der bedeutendste und beeindruckendste Neueinstand des Jahres. Dabei nicht modern, dafür zeitlos und bereits jetzt ein Klassiker.

3. Bobo Stenson Trio – Cantando
Dem Trio unter der Leitung des schwedischen Jazzpianisten Bobo Stenson gelang hier das diesjährige Meisterstück des Avant-Garde Jazz. Die Besonderheit des Albums ist auch auf sein aussergewöhnliches Repertoire zurückzuführen, das über den Jazz hinaus bis zu Folklore und klassischen Kompositionen reicht.

4. TV On The Radio – Dear Science,
Klar das Spannendste, was Popmusik in diesem Jahr zu bieten hatte – Mut wird belohnt.

5. Mary Coughlan – House Of Ill Reput
Die 52-jährige Sängerin aus Irland behauptet sich gleichermassen in rauen Blues-Stompern, Vaudeville und feinfühligem irischen Folk. Ein meisterliches Album von einer der grössten Stimmen der Insel.

6.  Calexico – Carried to Dust
7.  Shugo Tokumaru – Exit
8.  The Bug – London Zoo
9.  J.D. Souther – If the World Was You
10. Bon Iver – For Emma, Forever Ago
11. Bob Dylan – Tell Tale Signs
12. Amadou & Mariam – Welcome to Mali
13. Bowerbirds – Hymns for a Dark Horse
14. Buena Vista Social Club – At Carnegie Hall
15. Jóhann Jóhannsson – Fordlândia

Songs

1. Bob Dylan – Red River Shore
Schon bemerkenswert, wie Dylan hier zum wiederholten Male einen seiner besten Songs von einem seiner regulären Alben weglässt. Zugegeben, auf ‚Time Out Of Mind‘ (1997) hätte dieses wundervolle Stück Musik nicht wirklich gepasst. „Vol 8: Tell Tale Signs“ ist ein Segen und „Red River Shore“ sein Höhepunkt.

2. Portishead – The Rip
Verstörend wunderschön: „The Rip“ ist unvergesslich und womöglich einer der Songs des Jahrzehnts.

3. TRG – Broken Heart (Martyn Mix)
Weist einem Genre die (richtige) Richtung.

4. Fleet Foxes – Tiger Mountain Peasant Song
Seine eindringliche Schönheit verdankt dieser Song seiner Zurückhaltung und Reduziertheit. Ein Traum und eines der Kernstücke auf dem Debüt des Fünfers aus Seattle.

5. TV on the Radio – Family Tree
Der zugänglichste Song auf dem neuen Meisterstreich von TOTR ist auch der schönste – und das ist vor allem dem wundervollen Streicherarrangement zu verdanken.

6.  Mr. Chop – Snob
7.  Portishead – Machine Gun
8.  Bowerbirds – In Our Talons
9.  Bajofondo – Borges Y Paraguay
10. Fleet Foxes – White Winter Hymnal
11.The Fireman – Light From Your Lighthouse
12. King Midas Sound – One Thing (Dabrye Remix)
13. Coldplay – Viva La Vida
14. Marlena Shaw – California Soul (Diplo/Mad Decent Remix)
15. Deadbeat – Groundation (Berghain Drum Jack)


 

Philippe Feer

Alben

1. Sun Kil Moon – April
Mark Kozeleks ultimative Trauerfeier

2. Damien Jurado – Caught in the Trees
Bisher keinen schlechten Song, kein schlechtes Album. Aber weit mehr als Durchschnitt und besser als gut. Erneut grandios.

3. Beck – Modern Guilt
Beck der Recycler. 30 Minuten Fine Food Konserven.

4. Portishead – Third
Das späte Sequel stellt Indiana in den Schatten.

5. Why? – Alopecia
Yoni Wolf ist mein verrückter Mentor „who is hiding behind a moustache.“

6.  The Tallest Man on Earth – Shallow Grave
7.  Fleet Foxes – Fleet Foxes
8.  Bonnie „Prince“ Billy – Lie Down in the Light
9.  Bowerbirds – Hymns for a Dark Horse
10. Bon Iver – For Emma, Long Time Ago
11. Calexico – Carried to Dust
12. James Yorkston – When the Haar Rolls in
13. Bohren & the Club of Gore – Dolores
14. Shearwater – Rook
15. Emiliana Torrini – Me & Armini

Songs

1. Sun Kil Moon – Unlit Hallway & Moorestown
Die passenden Worte zur Trauerfeier

2. Herkules & Love Affair – Blind
Antony in neuem Gewand. Diese Kombination ist sehr sexy, zumindest auf diesem Song.

3. Bobby & Blumm – In Future Present
Eine unscheinbare Perle auf einer vergessenen Platte.

4. James Yorkston – When The Haar Rolls in
Ein Monster, ein Sumpf, ein Nebel von einem Song.. Hüllt dich ein.

5. Bowerbirds – In Our Talons
Auf Zehenspitzen tanzen, die Haare stehen zu Berge und der Alkohol fährt ein.

6.  Bonnie „Prince“ Billy – For Every Field There’s a Mole
7.  Why? – The Hollows
8.  Beck – Gamma Ray
9.  Herman Düne – My Baby is Afraid of Sharks
10. Niels Frevert – Niendorfer Gehege
11. Fleet Foxes – Tiger Mountain Peasant Song
12. Calexico – Two Silver Trees
13. Animal Collective – Water Curses
14. Cloudride – Me Against the World
15. Numero 6 – Da Picoli Pezzi


 

Philipp Gautschi

 Alben
1. The Evpatoria Report – Maar
Die Postrock-Entdeckung des Jahres aus Genf. Obwohl ich persönlich den Vorgänger Golevka für noch ein Spürchen sensationeller halte, hat es Maar zu meinem Lieblingsalbum des Jahres gebracht. Feingefühl, Zerstörungswut und Stimmungsspiel in harmonischer Perfektion, nur schade, dass ich vor lauter Freude an der Schönheit dieser Musik ständig heulen muss. Mono, Explosions in the Sky und Konsorten können also tatsächlich noch was lernen…natürlich von den Schweizern.

2. Bloc party – Intimacy
Hätte ich ihnen nicht zugetraut, doch der Schritt hin zu massiveren bzw. massivsten Beats hat sich eindeutig gelohnt. Die Must-Have Platte des Jahres.

3. These New Puritans – Beat Pyramid
Meiner Meinung nach der heisseste bzw. frechste und jüngste Scheiss, den die Insel 2008 aufs Festland los liess. ’C.16th+/-’ ist das wohl einfachste, kürzeste, deftigste und auf-den-Punkt-gebrachteste Tanzstück des Jahres.

4. Fujia & Miyagi – Lightbulbs
Vanilla, Stawberry, Knickerbocker Glory…abgeklärt, monoton, eingängig und unterhaltsam wie es nur Briten bzw. deren Humor fertig bringen. Wenn Elektropop 2008, dann Fujia & Miyagi.

5. Mintzkov – 360 º
Die Belgier sind mir als Vorband von Kaizers Orchestra aufgefallen. Und tatsächlich haben sich die kühlen, zweistimmigen, unscheinbaren Indieperlen im wundervollen 7/8 Takt tief in mein Herz gefressen.

6.  Blackmail – TempoTempo
7.  Leech / LongDistanceCalling – 090208 Split-EP
8.  Ter Haar – Δ
9.  Hot Chip – Made in the Dark
10. Mogwai – The Hawk is howling
11. Wild Beasts – Limbo, Panto
12. Amanda Palmer – Who killed Amanda Palmer?
13. The Mars Volta – Bedlam in Goliath
14. Lird van Goles – Who set that fire
15. Kaizers Orchestra – Maskineri
16. Gregor Samsa – Rest

Songs

1. Long Distance Calling – Metulsky Curse revisited
Die jungen Deutschen haben hiermit einen der besten ’Postrock-Songs’ (wenn man Postrockstücke bzw. –epen so nennen darf) des Jahres abgeliefert. Geniale Balance zwischen zarten Finessen und brachialen Gitarrenwänden. Das von Kurt Ebelhäuser produzierte Album, welches 2009 ansteht, wird so oder so ein Teufelsding.

2. Portishead – Machine Gun
Ja, dazu lass ich mich gerne erschiessen. Dieser Beat und Beth Gibbons Stimme sind füreinander geboren.

3. Kaizers Orchestra – Maskineri
Das gleichnamige Album hat sehr gut gefallen, der Titeltrack sticht jedoch dank seinem deftigen und gleichermassen seltsamen Zigeuner-Zirkus-HipHop-Nintendo-Beat sowie den Mariachi-Gitarren hervor. Ideal für Partys im Auto bzw. während langweiligen Autobahnfahrten.

4. Blackmail – It’s always a fuse to live at full blast
Logisch dürfen diese geilen Siechen in meiner Jahres-Lieblings-Liste nicht fehlen. Das Album ’TempoTempo’ läuft eigentlich ausser Konkurrenz. Besonders angetan hats mit jedoch ’It’s always a fuse to live at full blast’. Blackmail wie in ihren Anfangszeiten: eingängig, gitzarrenlastig, kraftvoll, melodiös und wuchtig.

5. Mogwai – Batcat
Obwohl ihr Konzert im Fri-Son aufgrund der Lautstärke unangenehm bis unerträglich war, hat mich Batcat kräftig durchgeschüttelt.

6.  These New Puritans – C.16th +/-
7.  Leech – Inspiral
8.  Wild Beasts – She purred, while I grrred
9.  The Jessica Fletchers – You Spider
10. Hot Chip – Shake a fist / Bendable Poseable /  Don’t Dance. Eigentlich alle drei.
11. Disown – Towards the Arch
12. Kaiser Chiefs – Never Miss a Beat
13. Cazals – To cut a long story short
14. Correcto – No one under 30
15. Ratatat – Mirando


 

Michael Zuckschwerdt

Alben

1. Meshuggah – Obzen

2. Portugal. The Man – Censored Colours
So jung, so viele Ideen, so viel Talent.

3. Zozobra – Bird Of Prey
Caleb Scofield trifft mit seinen schwer rollenden Grooves exakt meinen Nerv.

4. Why? – Alopecia
Yoni Wolf, der Antiheld, der Nichtsänger, der Alltagspoet.

5. Genghis Tron – Board Up The House
Sind sie zu stark, bist du zu schwach.

6.  Young Gods – Knock on Wood
7.  Earth – The Bees Made Honey in the Lion’s Skull
8.  Jaguar Love – Take me to the Sea
9.  Helm’s Alee – Night Terror
10. Dub Trio – Another Sound is Dying
11. The Sound Of Animals Fighting – The Ocean and the Sun
12. Made Out Of Babies – The Ruiner
13. Motorpsycho – Lucid Little Moments
14. Steve von Till – A Grave is a Grim Horse
15. Blackmail – Tempo Tempo

Songs

1. Santogold – L.E.S. Artistes
Ein Sommer-Ohrwurm.

2. Jaguar Love – Jaguar Pirates
Ein Herbst-Ohrwurm.

3. Kings Of Leon – Closer
So toll kann ein Album anfangen.

4. Leech – Inspiral
Ein Koloss.

5. Pink Floyd – Wish You Were Here
Weil auch alte Songs persönlich eine neue Bedeutung erlangen können.


 

Michael Heger

Alben

1. Portishead – Third
Portishead melden sich nach über zehn Jahren eindrucksvoll zurück! Trotz Majorlabel im Rücken ist Third sperriger ausgefallen als seine Vorgänger, und das ist gut so. Ein oft unterschätztes, nicht gerade leicht zugängliches Meisterwerk!

2. TV On The Radio – Dear Science
So sollte sich Popmusik im 21. Jahrhundert anhören! Avantgardistisch, soulig und mit einem treibenden Groove. TV on the Radio kreieren ihren völlig eigenen Stil. Obwohl dieses Album nicht an „Return To Cookie Mountain“ herankommt, distanziert „Dear Science“ den grössten Teil der Konkurrenz um Längen.

3. Hercules & Love Affair – Hercules & Love Affair
Die Neuentdeckung des Jahres. Das Musikprojekt um Andrew Butler katapultiert den Discoshit ins neue Jahrtausend. Gastsänger Antony Hegarty von Antony and the Johnsons veredelt das Ganze zu einem Discoinferno.

4. LaBrassBanda – Habedieehre
Was haben Bayern und Balkan gemeinsam? LaBrassBanda finden mit Posaune, Trompete, Tuba, Bass und Schlagzeug die perfekte Symbiose zwischen bayrischer Polka, Mariachi-Klängen und Balkan Beats. Eine explosive Mischung!

5. Sascha Funke – Mango
Deutscher Minimal Techno at it’s best! Verträumt, sphärisch und unglaublich gut.

6.  The Notwist – The Devil, You + Me
7.  Atmosphere – When Live Gives You Lemons, You Paint That Shit Gold
8.  Why? – Alopecia
9.  Paul Kalkbrenner – Berlin Calling
10. Vampire Weekend – Vampire Weekend
11. Nik Bärtsch’s Ronin – Holon
12. Illeist Collective – Electrees
13. Sophie Hunger – Monday’s Ghost
14. Fleet Foxes – Fleet Foxes
15. Bruno Pronsato – Why Can’t We Be Like Us

Songs

1. Hercules & Love Affair – Blind
Ein Song, der sich im Gehör festbeisst! Grossartiger Discosound mit einer Stimme, die Ihresgleichen sucht.

2. Dan Le Sac vs Scroobius Pip – Thou Shalt Always Kill
Originell, experimentell, witzig. Der etwas andere Hip-Hop.

3. Sascha Funke – We Are Facing The Sun
We Are Facing The Sun ist einer der vielen Höhepunkte auf Funkes zweitem Album “Mango“.

4. Fleet Foxes – White Winter Hymnal
Wunderbar harmonische Klänge und ergreifend schön! Besser kann Retrosound nicht klingen!

5. Modeselektor – The White Flash (Trentemoeller Remix)
Drei Namen, ein Song: Dänemarks DJ-Wunder Trentemoeller remixt einen Modeselektor-Track feat. Thom York. Sagt eigentlich alles über die Qualität dieses Songs.

6.  Kavinsky – Testarossa (SebastiAn Remix)
7.  Henrik Schwarz/ Âme/ Dixon – Where We At
8.  Flying Lotus – GNG BNG
9.  Paul Kalkbrenner – Sky & Sand
10. Why? – Good Friday
11. LaBrassBAnda – Aussenriess
12. Poni Hoax – Antibodies
13. Atmosphere – You
14. MRR-ADM – Track 04 (weiss ich leider nicht, wie der heisst)
15. Lützenkirchen – 3 Tage Wach


 

Michael Messerli

Alben

1. Sigur Rós – Með Suð Í Eyrum Við Spilum Endalaust
Ein Album wie eine weisse Fahne. So entwaffnend und friedfertig ist der fünfte Streich der Isländer geworden. Auch wenn es gegen Ende etwas abflacht, findet man darauf haufenweise Momente, die einem den Tag retten.

2. Elbow – The Seldom Seen Kid
Das Fundament von „The Seldom Seen Kid“ haben Elbow in Grund und Boden verankert. Und zwar dort, wo es hingehört. An einen wundervoll verspielten Ort.

3. Death Cab For Cutie – Narrow Stairs
„I’ve been slipping through the years/ And my old clothes don’t fit like they once did/ So they hang like ghosts/ Of the people I’ve been.“ Singt’s und hätte den Nagel nicht besser auf den Kopf treffen können. Stillstand, du bist der Tod. Death Cab For Cutie bewegen sich mehr denn je.

4. Mogwai – The Hawk Is Howling
„The Hawk Is Howling“ ist in seinen ruhigsten Momenten am genialsten. Und die sind zu Beginn dermassen unscheinbar, dass man sie sehr leicht unterschätzt – solange bis sie am Schluss trotzdem ganz oben auftauchen.

5. Slut – StillNo1
Ein Wendepunkt. Weg von der geraden Linie, hin zu den Einflüssen der Dreigroschenoper. Nach der Reduktion das grosse Kino. Toll!

6.  Okkervil River – The Stand-Ins
7.  Blackmail – Tempo Tempo
8.  Tomte – Heureka
9.  Portishead – Third
10. The Mars Volta – The Bedlam in Goliath

Songs

1. Nada Surf – See These Bones
“Look alive/ See these bones/ What you are now/ We where once/ And just like we are/ You’ll be dust/ And just like we are/ Permanent“. Dem ist nichts hinzuzufügen. Ein Song für die Ewigkeit.

2. Elbow – Friend of Ours
“Friend Of Ours“ kullert fragil wie eine Abschiedsträne die Backen runter – wer eine Platte so schliesst, der macht sich nicht nur Gedanken. Er ist der Gedanke selbst. Eine von der ersten bis zur letzten Note bezaubernd schöne Widmung und ein Husarenstück von Lied: „Luv you, mate!“

3. Sigur Rós – Inní Mér Syngur Vitleysingur
Das hier haut dir den Sommer dermassen um die Ohren, dass stellvertretend die Augen zu leuchten beginnen. Schnellen und sicheren Schrittes geht es triumphierend voran und zieht alles was folgt wie Dosen am Hochzeitsauto hinter sich her.

4. Portishead – Machine Gun
Der verspätete Soundtrack zu Terminator 2. Beklemmend und verstörend, kalt und tot. In diesem Song haben es Portishead tatsächlich geschafft, Musik ohne Musik zu erschaffen. Und zwar auf höchst kunstvolle Weise.

5. Okkervil River – On Tour With Zykos
Die Klaviermelodie des Jahres. Hotel- und somit Bettgeschichten mit Untertönen. Wenn man im Lexikon „eindringliches Singen“ nachschlagen könnte, man würde vielleicht ein Bild von Will Sheff finden.

6.  Tomte – Füll deine Lungen mit Feuer
7.  British Sea Power – Great Skua
8.  Death Cab For Cutie – Grapevine Fires
9.  Attack in Black – The Love Between You and I
10. Conor Oberst – Leaders in the Temple
11. Slut – If I Had A Heart
12. Deichkind – Urlaub vom Urlaub


 

Nico Scheidegger

Alben

1.  Eine Kleine Nachtmusik – Eine Kleine Nachtmusik
Dieses Album hat mir zum Ende 08 den Kopf verdreht! Riton steht für Dancefloor. Da kommt der Mann mit einem perfekten Album angerauscht, welches durch so viele Merkmale besticht. Referenzen zur Kosmischen Musik der siebziger Jahre, in höchst innovativer Art mit elektronischen Modernitäten gepaart. Henry Smithson aka Riton hat für mich mit diesem Album ein kleines Wunder vollbracht!

2.  Portishead – Third
Unvergleichlich vielseitig und unkonventionell. Die Rückkehr von Portishead war der magische Moment 2008.

3.  Vampire Weekend – Vampire Weekend
Frisch, innovativ und mitreissend. Darüber wurde 2008 genug diskutiert.

4.  White Williams – Smoke
Was mich bei diesem Album beeindruckt, ist die offensichtliche Intelligenz, mit welcher diese Tracks erarbeitet wurden. Da ist Glam drin, da ist Electro drin, da ist Kraut drin. Und die Ideen, welche Williams umsetzt, besorgen dir die puren Wonneschauer!

5.  Mgmt – Oracular Spectacular
Siehe Platz 3 und füge das Wort “Drama” an passender Stelle hinzu.

6.  Apes & Androids – Blood Moon
2008 war ein unruhiges und umtriebiges Jahr. Blood Moon war der passende Soundtrack dazu. Der typische neue Sound Brooklyns, welcher in den vergangenen Monaten meine Gier nach Hybridität und Turbulenz gestillt hat.

7.  Fujiya & Miyagi – Lightbulbs
Die sind dermassen trocken. Könnt ihr etwas anfangen, mit dem Prädikat „trocken“? F & M sind sehr fokussiert. Sie reduzieren ihren Sound, was bei vielen Hörern und Hörerinnen Langeweile aufkommen lässt. Gerade aber in dieser Reduktion erreichen sie ein Maximum an Effizienz. Reduce to the Max, quasi. Ihr Zweitling ist deshalb eins der Alben 08.

8.  Beck – Modern Guilt
Die Kollabo funktionierte für mich nicht wie ein unabhängiges Beck-Album. Zudem hatte er die Messlatte mit The Information denkbar hoch angesetzt. Dennoch: Modern Guilt ist ein gelungenes Werk.

9.  Jamie Lidell – Jim
Auch Jim muss sich mit dem Vorgänger vergleichen lassen. Hier ist ein Abfall von Innovation und Experimentierfreude zu verzeichnen. Das kommt dem soliden Soul-Feeling zugute. Einige glanzvolle Momente, hat Jim zu bieten!

10. El Guincho – Alegranza
Eine richtig freudige Sache war auch Alegranza. Unkonventionelle Musik, welche zu betören weiss.
Songs

1.  Jamie Lidell – All I Wanna Do
Schlicht meisterhaft kombiniert. Dieses breezy folk-soul-Feeling begleitete mich zuverlässig durch ein aufmüpfiges Jahr.

2.  MGMT – Weekend Wars
Exzellentes Songwriting, perfekt inszenierte Dramatik. Hätte ich all den Sehnsüchten und Klagen meiner Jugend je angemessen Ausdruck verleihen können – Weekend Wars wäre das Resultat gewesen.

3.  Stereolab – Nous Vous Demandons Pardons
Wie ich mich freute, über die neuerlichen stereolab’schen Höhenflüge! Und über diesen Song ganz besonders. Einfach beschwingend!

4.  Apollo Sunshine – Breeze
Die Bucht, das Glitzern auf dem Wasser. Tief eingeatmete Seeluft und dieser Song – wie er mit dem Wind in deinen Haaren spielt. Waren es nicht wunderschöne Tage im Sommer? Vergingen nicht die allerbesten Momente in einer überwältigenden Zeitlupe?

5.  The Fiery Furnaces – Navy Nurse
Dieser Song ist eine Dampflock, welche mich erst gegen Ende 08 erreicht hat. Die Erschütterung aber, welche er verursacht hat, ist unvergleichlich. Intelligente Struktur und effektvolle Wechsel – dieser Song ist definitiv ein Rohdiamant.

6.  Apes & Androids – Hot Kathy
Einen Gedanken an Weekend Wars zu verschwenden, ist hier sicher nicht falsch. Ähnlich in Opulenz und Epos. Die Vocals im Falsett sind mit ehrlicher Inbrunst gesungen. Das ist echtes Drama, Baby!

7.  Beck – Modern Guilt
Der Titeltrack der Danger Mouse / Beck Co-Produktion. Weil er viel Groove mit unwiderstehlicher Melodie vereint. Weil er stampft und zieht und in glitzernder Tragik endet.

8.  Fujiya & Mijagi – Pterodactyls
Funky Breaks von F&M. Zusammen mit den eigenwilligen Vocs ergibt dieser Song ein unwiderstehliches Vergnügen.

9.  3 Na Massa – Tatuí
Sommer. Brasilien. What more to say? Die Lead Gitarre und die Bläser im Refrain setzen sich im Kopf fest und lassen ungehemmt die Glückshormone strömen.

10. Amazing Baby – Pump Yr Brakes
Eine Wall of Sound des 21. Jahrhunderts! Alles Ungeliebte bleibt dahinter verborgen. Stehst du davor, gibt’s nur eines: Gänsehaut.


 

Florentin Jäggi

Alben

1. The Notwist – The Devil, You & Me
Die verhaltenen Kritiken für das neuste Album der Weilheimer Band sind mir ein Rätsel. Vielleicht ist es nicht mehr so erhaben wie „Neon Golden“, aber näher am Leben.

2. Shearwater – Rook
Shearwater haben das Laut/Leise-Schema raus und Jonathan Meiburg kann mindestens ebenso gut schreien wie Will Sheff. Aber auch die gradlinigen und rockigeren Lieder begeistern und machen „Rook“ zum bisher kompaktesten Shearwater-Album.

3. The Gaslight Anthem – The `59 Sound
Nach Social Distortions „White Light White Heat White Trash“ endlich wieder ein (Punk-)Rock-Album, das mich längerfristig begeistert. So viel Punk ist allerdings nicht mehr drin, dafür mehr Blues und Lebensgefühl von Springsteens „Born To Run.

4. The Tallest Man On Earth – Shallow Graves
Die Dylan-Vergleiche sind vielleicht nicht ganz abwegig, aber die Texte und das Songwriting des grössten Menschen auf Erden sind eben doch sehr eigenständig. Die kratzige Stimme ist eine weitere angenehme Abgrenzung zu anderen Songwritern.

5. Sophie Hunger – Monday’s Ghost
Eigentlich erstaunlich, dass eine Schweizer Künstlerin mit Songs, die kein Hitpotential zu haben scheinen, so erfolgreich ist. Die Songs haben andere Qualitäten und sind vor allem sehr schön arrangiert und instrumentiert.

6.  Tomte – Heureka
7.  Bowerbirds – Hymns for a Dark Horse
8.  Peter Broderick – Home
9.  Bon Iver – For Emma, Forever Ago
10. Port O’Brien – All We Could Do Was Sing
11. The Streets – Everything Is Borrowed
12. Portishead – Third
13. Sigur Rós – Með suð í eyrum við spilum endalaust
14. Land Of Talk – Some Are Lakes
15. Sun Kil Moon – April

Songs

1. The Gaslight Anthem – The `59 Sound
Ein Punk-Rock Song übers Sterben und den Wunsch ein letztes Mal den persönlichen Lieblingssong zu hören. „The `59 Sound“ wäre so ein Lied

2. Shearwater – Leviathan Bound
Einer der straighten Shearwater-Songs mit Gänsehaut-Potential. Live leider viel weniger gut als auf Platte.

3. The Tallest Man On Earth – I Won’t Be Found
Der perfekte Einstieg ins Album und ins Schaffen von Kristian Matsson. Ein hochmelodiöses Lied mit den für ihn typischen sonderbaren Texten. Auch gitarrentechnisch virtuos.

4. Port O’Brien – Stuck On A Boat
Mein erster Gedanke war, dass Arcade Fire so und nicht wie „Neon Bible“ klingen sollten. Lachsfischen muss ein noch härterer Job sein, wenn man wie Van Pierszalowski nicht fürs Lachsfischen geboren ist: „My feet weren’t made fort he sea, they were made for run free“.

5. The Streets – Everything is Borrowed
Mike Skinners Gedanken kreisen sich nicht mehr um profane Dinge wie das Playstationspielen. Er setzt sich jetzt eher auf der Meta-Ebene mit dem Leben auseinander. Der Titeltrack ist eines der vielen poppigen und bis ins Detail auskomponierten Lieder der neuen Platte.

6.  The Notwist – Gloomy Planets
7.  Bon Iver – Blindsided
8.  Bowerbirds – Dark Horse
9.  Kettcar – Am Tisch
10. Robert Forster – Demon Days
11. Sun Kil Moon – Tonight the Sky
12. Land Of Talk – Some Are Lakes
13. Peter Broderick – And It’s Alright
14. PeterLicht – Alles was du siehst gehört dir
15. Calexico – Man Made Lake


 

Roger Wolfer

Alben

1.  Mr. Chop – Sounds From The Cave / Lightworlds
2.  MRR-ADM – Untitled EP
3.  The Natural Yogurt Band – Away with Meloncholy
4.  William Parker – Double Sunrise Over Neptune
5.  Flying Lotus – Los Angeles
6.  B for Bang – Across The Universe of Language
7.  John Zorn – Filmworks XIX The Rain Horse
8.  The Vandermark 5 – Beat Reader
9.  Karl Hector & The Malcouns – Sahara Swing
10. Daedelus – Love to Make Music to
11. DDay One – Heavy Migration
12. Clutchy Hopkins – Walking Backwards

Songs

1.  The Natural Yogurt Band – Soft Cheese
2.  Mr. Chop – Snob
3.  Mr. Chop – The Infinity Machine
4.  MRR-ADM – A1 Untitled
5.  Fire Room – Broken Music
6.  William Parker – Neptune’s Mirror
7.  Flying Lotus – Parisian Goldfish
8.  Bullion – Rude Effort
9.  Paul White – We Want It All
10. The Bug – Freak Freak
11. Rustie – Zig Zag
12. Shawn Lee & Clutchy Hopkins – Bad Influence
13. The Vandermark 5 – Friction (For Gyorgy Ligeti)
14. The Matthew Herbert Big Band – The Story
15. $.99 Dreams – Extreme


 

Gilles Brunner

Alben

1.  Jackie Greene – Giving Up the Ghost
2.  JJ Grey & Mofro – Orange Blossoms
3.  Mighty Underdogs – Droppin‘ Science Fiction
4.  HoneyHoney – First Rodeo
5.  Adele – 19

Songs 

1.  Jackie Green – I don’t live in a dream
2.  Adele – Melting My Heart To Stone
3.  JJ Grey & Mofro – Dew Drops[zurück zur Übersicht]
Robert Best

Alben

1.  Stephen Malkmus & the Jicks – Real Emotional Trash
2.  Primal Scream – Beautiful Future
3.  Sick City – United we fall (EP)
4.  Beck – Modern Guilt
5.  The Raconteurs – Consolers of the Lonely
6.  Gustav – Verlass’ die Stadt
7.  Be your own Pet – Get awkward
8.  Erykah Badu – New Amerykah, Part 1
9.  Motorpsycho – Little Lucid Moments
10. Nick Cave and the Bad Seeds – Dig!!! Lazarus, dig!!!
11. The Kills – Midnight Boom
12. The Breeders – Mountain Battles
13. Barry Adamson – Back to The Cat
14. Calexico – Carried to Dust
15. Samuel Hall Band – The Big Nowhere

Songs

1.  Die fiesen Keyboardspacken – Nerds on Prom Night
2.  Holz – 1
3.  Toy Fight – High Noon
4.  Grizzlyfish – 26
5.  Skeletons – The Things
6.  Primal Scream – Suicide Bomb
7.  Magnetic Fields – Too Drunk to Dream
8.  Sick City – No Sports
9.  Erykah Badu – The Healer
10. Gustav – Alles renkt sich wieder ein
11. Be your own Pet – The Kelly Affair
12. Frida Hyvönen – Dirty Dancing
13. The Notwist – Hands on us
14. 31 Knots – Compass Commands
15. Björk & Thom Yorke – Natturà[zurück zur Übersicht]

Romano Meier

Alben

1.  Portishead – Third
2.  Ja Panik – The Taste & The Money
3.  Notwist – The Devil, You & Me
4.  TV on the Radio – Dear Science
5.  Sophie Hunger – Monday’s Ghost
6.  Fleet Foxes – Fleet Foxes
7.  Emiliana Torrini – Me and Armini
8.  Camille – Music Hole
9.  Hercules & Love Affair – H&LA
10. Nick Cave & The Bad Seeds – Dig!!! Lazarus Dig!!!
11. Lykke Li – Youth Novels
12. Robert Forster – The Evangelist
13. Lucksmiths – First Frost
14. David Byrne/Brian Eno – Everything That Happen
15. Vampire Weekend – Vampire Weekend

Songs

1. Mount Eeerie feat. Julie Doiron – Lost Wisdom
2. Niels Frevert – Niendorfer Gehege
3. Portishead – The Rip
3. Hercules & Love Affair – You Belong
4. Notwist – Good Lies
5. Nick Cave & The Bad Seeds – Dig!!! Lazarus Dig!!!
6. Estelle feat. Kanye West – American Boy
8. Portishead – Machine Gun
9. Vampire Wekend – Oxford Coma
10. Santogold – Say AhA


 

Marcel Urech

Alben

1.  Niyaz – Nine Heavens (Six Degrees / Exil)
2.  Shawn Lee & Clutchy Hopkins – Clutch of the Tiger (Ubiquity)
3.  Portishead – Third (Island)
4.  Elsiane – Hybrid (Nettwerk)
5.  Mich Gerber – Wanderer (Weltrekords / Sound Service)
6.  The Notwist – The Devil, You + Me (Big Store / City Slang / Universal)
7.  Cat Power – Jukebox (Matador / Beggars / Indigo)
8.  Tomte – Heureka (Grand Hotel van Cleef / Indigo)
9.  FGFC820 – Law & Ordnance (Noitekk)
10. Anne Clark – The Smallest Acts of Kindness (NetMusicZone / Rough Trade)

Songs

1. Niyaz – Beni Beni
2. Niyaz – Tamana
3. Shawn Lee & Clutchy Hopkins – Leon Me
4. Mich Gerber – By Your Side (feat. Bajka)
5. Elsiane – Vaporous
6. Shawn Lee & Clutchy Hopkins – Bill Blows It
7. Portishead – Machine Gun
8. Mogwai – The Sun Smells Too Loud
9. Tomte – Voran voran
10. British Sea Power – Lights Out for the Darker Skies


 

Andreas Kárpáti

Alben

1.  DeVotchKa – A Mad & Faithful Telling
2.  Malcolm Middleton – Sleight of Heart
3.  Juana Molina – Un Dia
4.  Amanda Palmer – Who Killed Amanda Palmer
5.  Timesbold – Ill Seen Ill Sung
6.  Scott Matthew – Scott Matthew
7.  Jolie Holland – The Living and the Dead
8.  Submundo – Manda Muka

Songs

1. DeVotchKa – Transliterator
2. Malcolm Middleton – Week Off
3. Amanda Palmer – Runs in the Family
4. Submundo – Manda Muka
5. DeVotchKa – The Clockwise Witness
6. Timesbold – All Readymade
7. Jolie Holland – Mexiko City
8. Scott Matthew – Upside Down


 

Pascal Moll

Alben

1. Eine kleine Nachtmusik – Eine kleine Nachtmusik
2. Woods Family Creeps – Woods Family Creeps
3. Colourbook – Colourbook
4. Bonnie Prince Billy – Lie Down in the Light
5. Flying Lotus – Los Angeles
6. Times New Viking – Rip it off
7. Wavves – Wavves
8. Portishead – Third
9. The Notwist – The Devil, You and Me
10. Kira kira – Our Map to the Monster Olympics
11. Muslimgouze – Armbassar
12. Bird Show – Third Record
13. El Guincho – Alegranza
14. E.S.T – Leucocyte
15. Cloudland Canyon – Lie in Light

Songs

1. Woods Family Creeps – End to End
2. Departement of Eagles – No one Does it like You
3. Bonnie „Prince“ Billy – For Every Field There’s a Mole
4. Fleet Foxes – Ragged Wood
5. Chan VanGaalen – Willow Tree
6. MGMT – Pieces of What
7. Hayden – More than Alive
8. The Notwist – Gravity
9. Portishead – Magic Doors
10. Colourbook – Earthquake
11. Muslimguze – Hebron Massacre
12. Soult – fever!dub
13. Greg Weeks – Borderline
14. Ilya E. Monosov – Winter Lullaby
15. Cloudland Canyon – Scheisse Schatzi, auf Wiedersehen